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Edelsteine

WISSENSWERTES ÜBER NATÜRLICHE EDELSTEINE

  

Alexandrit 

Der Alexandrit ist ein wahrhaft phänomenaler Edelstein: Das besondere Phänomen dieses Edelsteins ist sein deutlicher Farbwechsel von Grün zu Rot, der dem Geburtsstein des Junis in geheimnisvolles Antlitz verleiht.
Seinen Namen erhielt der Alexandrit 1834 von Graf Perowskij in Anlehnung an den künftigen russischen Zaren Alexander II. (1818-1881), dem dieser Edelstein zu seinem 16. Geburtstag schließlich überreicht wurde.

Chemische Zusammensetzung des Alexandrits
Mineralisch gesehen ist der Alexandrit ein Chrysoberyll, gehört somit zur Mineralklasse der Oxide und Hydroxide. Jedoch zeichnet sich dieser Chrysoberyll durch eine wirkliche Besonderheit aus: Der Alexandrit zeigt einen markanten Farbwechsel. Ohne dieses sogenannte „Phänomen“ würde er nicht als eigenständiger Edelstein gelten. Der Farbwechsel des Alexandrit ist abhängig von den unterschiedlichen Lichtquellen, deren Anteile der Spektralfarben jeweils variieren: Sonnenlicht enthält mehr Grün, Kunstlicht hingegen mehr Rot. Das Chrom im Alexandrit absorbiert und reflektiert die verschiedenen Farben des Lichts unterschiedlich und lässt so bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen einen Farbwechsel von Grün zu Rot entstehen.

Herkunft der Alexandrite
Die russischen Alexandrite sind berühmt, heute allerdings nicht mehr erhältlich. Lange Zeit war Sri Lanka neben Russland die einzig bekannte Alexandrit-Quelle. Mittlerweile werden jedoch auch wunderschöne Exemplare in Indien, Tansania und Brasilien abgebaut. Kleine Mengen verwendbaren Materials stammen auch aus Birma, Madagaskar, Mosambik und Simbabwe.

Geschichte des Alexandrits
Der äußerst seltene Alexandrit wurde zuerst Mitte des 19. Jahrhunderts in Russland entdeckt und entwickelte sich bald zu einer Hauptsäule der sowjetischen Schmuckindustrie. Leider ist die russische Ursprungsquelle heute versiegt, die Verbindung zu Russland ist jedoch noch immer durch die Namensgebung sichtbar.

Farbwechsel des Alexandrit
Der äußerst seltene Alexandrit wurde zuerst Mitte des 19. Jahrhunderts in Russland entdeckt und entwickelte sich bald zu einer Hauptsäule der sowjetischen Schmuckindustrie. Leider ist die russische Ursprungsquelle heute versiegt, die Verbindung zu Russland ist jedoch noch immer durch die Namensgebung sichtbar.

Charakteristika des Alexandrits
Der Farbwechsel ist die charakteristische Eigentümlichkeit des Alexandrits, zudem ist er trichroitisch, d.h. dreifarbig: Neben Grün und Rot zeigt er je nach Betrachtungswinkel auch die Farbe Gelb. Die Ursache für diesen Wechsel liegt in den unterschiedlichen Lichtquellen: In natürlichem Licht zeigt der Alexandrit unterschiedlichste Grüntöne, bei künstlichem Licht hingegen eine Palette an Rottönen. Da der Alexandrit ein Edelstein des Typs II ist, können Exemplare mit einem Karatgewicht von über einem Karat sichtbare Einschlüsse zeigen, die der Schönheit jedoch keinen Abbruch tun.

Alexandrit-Katzenauge
Eine seltene Varietät des Alexandrits ist das Alexandrit-Katzenauge: Über den Edelsteinkörper tanzt eine einzelne, helle Linie reflektierten Lichts, welche an die schlitzförmige Pupille einer Katze erinnert und durch winzige Rutilnadeln im Innern des Edelsteins hervorgerufen wird. Dieser Katzenaugeneffekt wird in Fachkreisen auch „Chatoyance“ genannt.

Pflege des Alexandrits
Alexandrite dürfen einer Dampf-, jedoch keiner Ultraschallreinigung unterzogen werden. 

 

 

Amethyst

Der Amethyst ist der wohl bekannteste und beliebteste Vertreter der Quarze. Dieser Edelstein ist weltweit zu finden und kann sowohl in Kristallform, wie auch als massive Varietät vorliegen. Seit der Minoischen Kultur der Bronzezeit begleitet der Amethyst als Schmuckstein oder in Zeremonien königliche Herrscher. Der Kristall findet sich bis heute in den Bischofsringen der römisch-katholischen und der lutherischen Kirche.
Der Amethyst – der Geburtsstein des Monats Februar – ist ein Edelstein, um den sich phantasievolle Mythen ranken.
Aufgrund seiner zeitlosen Farbtöne ist er ein äußerst beliebter Edelstein, der schon seit jahrtausenden geschätzt wird.
Der Name „Amethyst“ geht auf das griechische Wort „amethystos“ zurück, welches „vor Trunkenheit bewahren“ bedeutet und auf den Entstehungsmythos des Amethysts verweist.

Farbe
Das geheimnisvolle Violett des Amethysts lässt ihn unter den Edelsteinen hervorstechen. Die Farbe kann dabei von einem tiefen Violett über Nuancen die an Lavendel und Malvenblüten erinnern bis hin zu einem hellen und leichten Lila reichen. Die perfekte Farbgebung eines Amethysten ist ein mittleres Violett mit rosafarbenen Nuancen bei Lichteinfall. Damit Amethysten ihre Farbe nicht verlieren, dürfen sie dem Sonnenlicht nicht ausgesetzt werden.

Chemische Zusammensetzung
Der Amethyst gehört zur Familie der makrokristallinen (aus großen Kristallen bestehenden) Quarze, wie beispielsweise auch der Citrin, der Rosenquarz oder das Tigerauge. Die Farbe des Amethysts reicht von leichten Fliedertönen bis hin zu sattem Purpur und wird durch das Spurenelement Eisen erzeugt.

Herkunft
Hochwertige Amethystkristalle werden vor allem in einigen Staaten Südamerikas, sowie Namibia und Madagaskar und dem nordafrikanischen Marokko zu Tage befördert. Einige Fundstellen liegen auch in Sri Lanka und Russland. Gebildet wird der Amethyst vor allem in vulkanischem Gestein oder in den Hohlräumen von Wasseransammlungen im Gestein. Bleiben hier bestimmte eisenhaltige Verunreinigungen zurück, verleihen sie dem Kristall seine violette Farbe.
Amethyste kommen in verschiedenen Mengen auf allen Kontinenten vor. Gegenwärtig ist Brasilien das bekannteste Abbaugebiet, Brasilianische Amethyste kamen erstmals 1727 nach Europa. Auch Uruguay besitzt sehr gute Vorkommen: Der Uruguay-Amethyst weist eine außerordentlich satte, tiefviolette Farbe auf. Andere Quellen liegen in Madagaskar, Kenia und Sambia. Der tief purpurfarbene Sibirische Amethyst ist heute historisch, allerdings wird die Bezeichnung „Sibirischer Amethyst“ zuweilen – fälschlich – für Amethyste verschiedener Herkunft mit besonders intensiver Farbe verwendet.


Geschichte
Die Entstehung des Amethysts wird in folgenden Mythos gekleidet: Der Gott des Weins, bei den Griechen „Dionysos“, bei den Römern „Bacchus“ genannt, war eine Art „böser Bube” der antiken Mythologie. Trotz seiner göttlichen Mission, Kummer und Sorge zu beenden, verbreitete Dionysos selbst allerlei Unheil – insbesondere nach dem Genuss alten Rebensafts. So wird erzählt, dass der angetrunkene Dionysos eines Tages, als er sich von einem Sterblichen missachtet fühlte, schwor, sich an dem nächsten Menschen zu rächen, der seinen Weg kreuzen würde. Da kam Amethyst des Wegs, ein junges, unschuldiges, schönes Mädchen und eine glühende Anhängerin der Göttin Artemis. Der zürnende Dionysos sandte zwei hungrige Tiger, die das Mädchen zerreißen sollten, und füllte seinen Becher mit Wein, um das Schauspiel zu betrachten. Die alles sehende Artemis griff helfend ein und verwandelte Amethyst in eine Quarzstatue, so rein wie ihre Tugend. Dieser Zauber bewahrte das Mädchen zwar vor Unheil, konnte jedoch nicht mehr rückgängig 
gemacht werden. Von Reue ergriffen, vergoss Dionysos Tränen in seinen Wein. Als er zusammenbrach, verschüttete er den Wein über die Statue und erschuf so den purpurfarbenen Edelstein, den wir als Amethyst kennen.
Dem Amethyst werden außerdem zahlreiche übernatürliche Kräfte nachgesagt; es gibt kaum ein Übel, das dieser Edelstein nicht – angeblich – heilen kann. Leonardo da Vinci (1452-1519) schrieb dem Amethyst die Fähigkeit zu, böse Gedanken zu zerstreuen und den Verstand zu schärfen, während Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.), römischer Historiker und Autor der ‚Historia Naturalis‘ (der weltweit ersten Enzyklopädie), berichtete, wenn man in einen Amethyst den Namen der Sonne oder des Mondes eingraviere und ihn an einem Pavian-Haar um den Hals hänge, diene er als Amulett gegen Hexerei und helfe jenen, die sich mit Bittgesuchen an die Obrigkeit wenden wollten.
Eine historische Tatsache ist, dass die Farbe Purpur bzw. Violett bereits von Pharaonen, Königinnen und Königen als Symbol für Herrschaft geschätzt wurde, lange bevor römische Kaiser sich in die purpurne "toga picta" kleideten. Vom Siegel der Kleopatra, einem Amethyst mit einer eingravierten Bacchus-Figur, bis hin zum Amethyst-Collier der Königin Charlotte, Gattin König Georgs III. von Großbritannien, war der Amethyst stets ein Attribut der Macht. Angesichts dieser Tradition überrascht es nicht, dass der Amethyst auch im Mittelalter beim katholischen Klerus sehr beliebt war. Man schrieb ihm die Eigenschaft zu, die Keuschheit zu fördern, und er wurde auch als „Papststein“ bezeichnet.
Bis heute werden Amethyst-Ringe von Bischöfen getragen.

Charakteristika der Amethyste
Die Farbe ist das wichtigste Kriterium für den Wert von Amethysten: Die kräftigeren Schattierungen erzielen höhere Preise. Am wertvollsten sind Amethyste in einem transparenten, reinen, mittleren bis dunklen Violett, das weder ins Blaue noch ins Rote spielt – obwohl blaue oder rote Farbblitze bei Amethysten sehr begehrt sind. Amethyst-Kristalle haben verhältnismäßig wenige Einschlüsse; im Normalfall sind bei einem Amethyst mit bloßem Auge aus einer Entfernung von 15 cm keine Einschlüsse sichtbar. Da der Amethyst ein bei Edelsteinschleifern und Juwelieren sehr beliebter Edelstein ist, wird er in einer größeren Auswahl verschiedener Formen und Schliffe angeboten als viele andere Edelsteine. Unabhängig vom Schliff sind eine gleichmäßige Farbe und eine hohe Brillanz entscheidende Qualitätsmerkmale.

Der Amethyst und seine Bedeutung
In der Antike wurde Bacchus, der römische Gott des Weines, in Legenden mit der Entstehung des Amethysts in Verbindung gebracht. Er soll zornig auf die Sterblichen gewesen sein und versprach, den nächsten Menschen, der seinen Weg kreuzt, den Tigern zum Fraß vorzuwerfen. Ein junges und schönes Mädchen namens Amethyst wollte zu dieser Zeit der Göttin Diana huldigen und kam Bacchus gefährlich nahe. Diana, die von Bacchus Schwur wusste, schützte Amethyst durch einen Zauber vor den Tigern. Sie ließ das Mädchen zu einer kristallklaren Quarzsäule erstarren. Bacchus bereute seine Verwünschung und goss Wein über den transparenten Kristall, so dass dieser sich violett färbte.

Der Amethyst und seine Wirkung
Aufgrund der Legenden, die sich um den Amethysten ranken, wird er als Stein der Nüchternheit betrachtet. Der Edelstein kommt häufig als Begleiter eines Entzugs von Alkohol, Zigaretten oder Drogen zum Einsatz. Er soll innere Ruhe und Frieden verschaffen können. Zudem wird der Kristall mit der Ausgeglichenheit und der Geduld assoziiert. Des Weiteren wird der Amethyst bevorzugt für die Meditation eingesetzt, da er die Spiritualität erhöhen und die psychischen Kräfte stärken kann. Der Kristall kann als treuer Begleiter bei Verlust und Trauer zum Einsatz kommen.

Die Besonderheiten des Amethysts
Der Amethyst gilt als Schutzstein vor Diebstahl. In der Spätantike und im Frühmittelalter wurde er den königlichen Gräbern der Franken beigelegt um diese reich geschmückten Orte vor Grabräubern zu schützen. Tatsächlich lassen sich an den Gräbern, die einen Amethyst enthalten haben, zumindest in dessen näherer Umgebung von Historikern keine Spuren für Raub erkennen, obwohl beispielsweise Gold vorhanden ist.

Amethyst Reinigung, Aufladung und Entladung
Die Reinigung des Amethysten erfolgt unter lauwarmem, fließendem Wasser. Dies sollte regelmäßig alle vier Wochen vorgenommen werden oder wenn der Stein im Zuge einer Behandlung aufgelegt wurde. Handelt es sich um eine Kette aus dem Kristall, wird diese eine Nacht mit Hämatit-Steinen in eine Schale zum Entladen gelegt. Um den Edelstein wieder aufzuladen, kann er in eine Amethystdruse gelegt werden.

Pflege des Amethysts
Einige Steine verblassen oder kehren zu ihrer Ursprungsfarbe zurück, wenn sie starkem Licht ausgesetzt sind. Die Edelsteine daher nicht unnötig lange diesen Bedingungen aussetzen! 

 

Ametrin

Der Ametrin ist ein wahres Wunder der Natur, vereint er doch zwei wunderschöne Quarz-Varietäten in einem eindrucksvollen Edelstein.
Der Begriff „Ametrin“ setzt sich zusammen aus „Amethyst“ und „Citrin“ und bezieht sich damit auf die beiden Edelsteine, die im Ametrin zusammenfinden.

Chemische Zusammensetzung 
Mineralisch gesehen verbinden sich im Ametrin der Citrin und Amethyst zu einer zauberhaften Einheit. Beide Edelsteine gehören der Mineralfamilie Quarz an; durch Eiseneinlagerungen (unterschiedlich wertiges Eisen) im Quarz-Kristallgitter entsteht diese Kombination.

Herkunft
Ametrin, der für die Verarbeitung zu Edelsteinschmuck geeignet ist, kann derzeit leider nur in einem einzigen Gebiet abgebaut werden.
Die Anahi-Mine befindet sich in der Gegend La Gaiba in Santa Cruz in Bolivien. Seltenere Vorkommen wurden aber auch in Brasilien, Indien, Madagaskar und Sri Lanka entdeckt, der Ertrag dieser Minen kann jedoch nicht genutzt werden.

Geschichte 
Ametrine sind relativ neu auf dem Edelsteinmarkt – seit 1980 erst erhältlich und seitdem beliebte Edelsteine für die Verarbeitung zu Schmuck.

Charakteristika 
Die Quarz-Varietät Ametrin zeigt eine seltene Mehrfarbigkeit, das feminine Purpur des Amethysts verläuft sanft in das frische Gelb des Citrins. Dieser Farbverlauf vollzieht sich in einem klaren Kristallkörper, der Ametrin ist nahezu rein und dadurch erstrahlen seine Farben besonders eindrucksvoll.

Ametrin-Varietäten
Für gewöhnlich wird der Ametrin so geschliffen, dass die beiden Farben zu gleichen Teilen enthalten sind und sanft ineinander übergehen. Bei dem Kaleidoskop-Ametrin jedoch werden die unterschiedlichen Farben des Ametrins mithilfe des besonderen Schliffes so gesetzt, dass ein optischer Farbstrudel entsteht – ein beeindruckender Effekt, der dem Edelstein eine besondere Tiefe verleiht.

Pflege 
Der Ametrin darf zwar einer Dampf-, jedoch keiner Ultraschallreinigung unterzogen werden. 

 

Aquamarin

Der Aquamarin, ein Mitglied der großen Beryll-Familie, wird seit jeher mit dem Meer in Verbindung gebracht. – Dies ist wohl auf seine charakteristischen Blautöne zurückzuführen, die den Aquamarin zu einem beliebten und zeitlosen Edelstein machen.
Bereits im Namen wird die Verbindung zum Meer deutlich: „Aquamarin“ bedeutet wörtlich „Wasser des Meeres“ und setzt sich aus den lateinischen Wörtern „aqua“ (Wasser) und „marinus“ (zum Meer gehörig) zusammen.

Chemische Zusammensetzung des Aquamarins
Der Aquamarin reiht sich in die Familie des Berylls ein (altgriech. „beryllos“ für blaugrüner Stein), der häufig als „Mutter der Edelsteine“ bezeichnet wird, da er viele weitere Varietäten umfasst. Neben dem blauen Aquamarin zählen dazu auch folgende Edelsteine: der rote Bixbit, der grüne Smaragd, der weiße Goshenit, der gelbe Heliodor und der pinkfarbene Morganit. Seine Farbe erhält der Aquamarin durch Spuren von Eisen, die in unterschiedlichen Konzentrationen für eine außergewöhnlich schöne Farbpalette von zarten Pastelltönen bis hin zu einem intensiven Dunkelblau, zuweilen mit einem leicht grünlichen Schimmer, sorgen.

Herkunft
Aquamarine in Roh-Form sind in Pegmatit-Adern, in metamorphen Gesteinen und als Mineralseifen in Flusssedimenten zu finden. Vor der Entdeckung der afrikanischen Vorkommen wurden die hochwertigsten Aquamarine um 1830 vor allem auf den brasilianischen Edelsteinfeldern von Minas Gerais und im Ural abgebaut. Brasilien ist nach wie vor einer der wichtigsten Lieferanten dieses Edelsteins, mittlerweile haben sich jedoch auch Länder wie Nigeria, Madagaskar, Mosambik und Sambia als Edelstein-Abbaugebiete etabliert.

Geschichte des Aquamarins
Die sanfte Aura des Aquamarins ist legendär: Antiker Überlieferungen nach soll der Edelstein den Gott des Meeres, Poseidon (römisch: „Neptun“) besänftigen können. So warfen Seeleute bei Stürmen einst Aquamarin-Amulette über Bord, um den Meeresgott zufriedenzustellen und zu verhindern, dass er Erdbeben und Stürme heraufbeschwört. Der Aquamarin – Geburtsstein des Monats März – soll zudem auch einen positiven Einfluss auf die Besonnenheit und Weisheit haben.

Charakteristika der Aquamarine
Aquamarine werden anhand ihrer blauen Farbe bewertet, die volle Schönheit dieses Berylls wird dabei erst im Schimmer des Kerzenlichts erkennbar.
Für gewöhnlich ist der Aquamarin transparent und augenrein, d.h. in einem Abstand von ca. 15 cm sind mit dem bloßen Auge keine Einschlüsse sichtbar, selbst unter der Vergrößerung weisen Aquamarine eine sehr hohe Reinheit auf.

Die unterschiedlichen Aquamarin-Varietäten werden über ihre Herkunft klassifiziert: Der Santa Maria-Aquamarin ist ein seltener Aquamarin in einem intensiven Tiefblau aus der brasilianischen Lagerstätte Santa Maria de Itabira. Zu den Brasilianern zählen außerdem der São-Domingos-Aquamarin, der zufällig auf der namensgebenden Rinderfarm entdeckt wurde und in einem klassisch aquamarinen Pastellblau auftritt, sowie der Santa Teresa-Aquamarin, der mit seinem brillanten Türkisblau verzaubert. Der Boca Rica-Aquamarin ist ebenfalls nach seiner brasilianischen Mine benannt, die Aquamarine mit exotischen Meeresschaum- und ozeanartigen Grüntönen hervorbringt. Der Pedra Azul-Aquamarin zeigt ein überwältigend intensives, dunkles Blau und stammt ebenfalls aus Brasilien. Äußerst beeindruckend ist das Aquamarin-Katzenauge: Das Katzenaugen-Phänomen ist bei Edelsteinen sehr selten, bei Aquamarinen so gut wie nicht aufzufinden. Hervorgerufen wird dieser Effekt durch die Reflexion langer, nadelförmiger, parallel verlaufender 
Einschlüsse.

Pflege des Aquamarins
Der Aquamarin sollte nur einer normalen Pflege oder Dampfreinigung unterzogen werden.

 

Citrin 

Der Citrin ist zusammen mit dem Topas der Geburtsstein des Monats November und ein schöner, lichtdurchlässiger Edelstein mit einem frischen Farbton, der bereits in seinem Namen aufgegriffen wird. Der Citrin ist nach dem französischen Wort für Zitrone – „citron“ – benannt, womit seine zitronengelbe Farbe beschrieben wird.

Chemische Zusammensetzung des Citrins
Dieser lebendige Edelstein ist eine makrokristalline Varietät des Quarzes, der in der Natur für gewöhnlich zusammen mit dem Amethyst vorkommt. Seine leuchtende Farbe erhält der Citrin durch Eisen. Der Mehrfarbige Citrin ist eine Verbindung aus Citrin und Weißem Quarz, die durch umweltbedingte Veränderungen während seiner Entstehung hervorgerufen wird. Im Ametrin verschmilzt das feminine Purpur des beliebten Amethysts mit dem frischen Gelb des Citrins zu einer weiteren unwiderstehlichen zweifarbigen Edelsteinvarietät.

Herkunft
Die beliebten Citrine werden in Brasilien, Madagaskar, Uruguay und Mosambik gefunden, der Mehrfarbige Citrin sowie der Ametrin in Bolivien. Limonen-Citrine stammen außerdem auch aus Sambia und Tansania.

Geschichte des Citrins
Citrine sind schon seit ca. 480 v. Chr. im antiken Griechenland populär, bei den Römern fanden sie in den ersten Jahrhunderten nach Christi Geburt zunächst in Intaglien-Steinen (Edelsteine mit einem negativ geschliffenen Relief) und als Cabochons Verwendung. In der Antike galt der Citrin als Edelstein des Glücks und wurde als Talisman gegen böse Gedanken, Schlangenbisse und andere giftige Reptilien genutzt. Der Citrin fand vielfach auch medizinische Anwendung, da man glaubte, er unterstütze die Verdauung, entferne Giftstoffe aus dem Körper, schütze vor Pest sowie schlechter Haut und sei nützlich bei der Behandlung von Depressionen und Diabetes. Experten auf dem Gebiet der Edelstein-Heilkunde nehmen außerdem an, der Citrin stimuliere die mentalen Fähigkeiten, Kreativität und fördere Intuition sowie Selbstvertrauen. Außerdem soll er Kontrolle über eigene Emotionen geben und die Wachsamkeit erhöhen.

 

Charakteristika der Citrine
Die Farbe des Citrins reicht von pastellfarbenem Zitronengelb über Goldgelb bis hin zu Mandarin-Orange und Madeira-Rot (benannt nach dem gleichnamigen Wein). Traditionell waren die „Madeira“-Farbtöne am begehrtesten, doch heutzutage bevorzugen viele die helleren Zitronenfarben des Citrins. Der Mehrfarbige Citrin zeigt einen sanften Übergang von Gelb zu Weiß.

Citrin-Varietäten
Die wunderschöne, an Mandarinen erinnernde Farbe des Mandarin-Citrins unterscheidet sich deutlich vom typischen Goldgelb des Citrins. Der Limonen-Citrin zeigt ein erfrischendes Gelb mit einer zarten grünlichen Note. Rötlich erstrahlt der Madeira-Citrin, der nach dem gleichnamigen Wein benannt ist, der einen ähnlichen Farbton aufweist. Der Mehrfarbige Citrinlässt das Goldgelb des Citrins und das eisige Weiß des Quarzes in einem Edelstein verschmelzen, dafür verbinden sich im Entstehungsprozess zu verschiedenen Zeiten das farbgebende Element Eisen mit dem Quarz und verursacht so verschiedene Farbschichten. Der Rohedelstein wird dann absichtlich so geschliffen, dass dieses Phänomen gut sichtbar ist – so auch beim Ametrin, in dem sich der Citrin mit dem Amethyst verbindet.

Pflege des Citrins
Einige Citrine verblassen oder kehren zu ihrer Ursprungsfarbe zurück, wenn sie starkem Licht ausgesetzt werden, setzen Sie die Edelsteine daher nicht unnötig lang diesen Bedingungen aus.
 

 

DIAMANTEN: 

Für die alten Griechen waren Diamanten Tränen der Götter; die Römer glaubten, Diamanten seien Splitter gefallener Sterne. Auch heute noch üben Edelsteine eine tiefe Faszination auf den Menschen aus. Sie gelten als eines der schönsten und wertvollsten Geschenke der Natur.
Der Diamant ist der "König der Edelsteine". Das Wort Diamant ist aus den griechischen Wörtern diaphainein (durchscheinen) und adamentos (der Unbezwingliche) entstanden. Andere Bezeichnungen, zumeist veraltet, sind: Adamant, Adamas, Anachites, Diamas, Iras, Itam und "Mond der Berge". Unedle, undurchsichtige Diamanten werden Ballas, Bort oder Carbonado genannt, winzig kleine Steine heißen Salzkörner. Edle Stücke mit einem Farbwechsel von blauweiß nach gelblich schlicht "Prernier". Geschliffene Diamanten werden je nach Schliffart auch Brillant, Rautenstein, Spitzstein oder Tafelstein genannt. Der erste überlieferte Diamantfund im 4. Jahrtausend v. Chr. stammte aus Indien. Viele Jahrhunderte war der Diamant so rar, dass nur wenige auserwählte Könige ihn besaßen. Vor allem im alten Indien glaubte man, dass auf den Besitzer des Steines magische Kräfte übergehen. So verwundert es kaum, dass damals für einen etwa 10 Carat großen Diamanten von bester Qualität 37,3 kg Gold (!) bezahlt wurden.
Das Tragen von Diamanten wurde nur Männern zugestanden. Erst die Favoritin Karls VII., die schöne Agnès Sorel, wagte im 15. Jahrhundert das Tabu zu brechen und trug als erste Frau einen königlichen Diamanten.
Was der Diamant eigentlich ist, blieb lange ein Rätsel. Bedingt durch die starke Lichtbrechung des Diamanten nahm der berühmte englische Physiker Isaac Newton im Jahre 1675 an, daß der Diamant ein brennbarer Stoff ist. Aus diesem Grund führten 1694 die italienischen Forscher G. Averani und C. A. Targioni einen Versuch durch, bei dem ein Diamant verbrannt wurde. Erst der englische Chemiker H. Davy (1778-1829) wies nach, dass der Diamant eigentlich Kohlenstoff ist. Kohlenstoff tritt in drei Modifikationen auf, als Graphit, Fulleren und, wie bereits erwähnt, als Diamant, wobei letzterer das härteste natürlich vorkommende Mineral ist.

 Entstehung
Diamanten entstehen tertiär in den Tiefengesteinen Peridotit und Eklogit (Oberer Erdmantel). Dort kristallisiert in Tiefen von oft mehr als 150 km Graphit (hexagonaler Kohlenstoff) zu Diamant, vorausgesetzt es herrschen Temperaturen von weit über 1.000 °C und 40.000 Atmosphären Druck. Bei vulkanischen Eruptionen reißt die emporsteigende Lava das Tiefengestein Kimberlit mit an die Erdoberfläche. In diesem Lava- und Gesteins-Gemisch befinden sich die primären Vorkommen an Rohdiamanten, die heute rund 80% der Förderung ausmachen.
Gelangt das diamanthaltige Gestein durch Erosion (Wasser, Wind, Temperaturschwankungen) über Bäche und Flüsse zu neuen Lagerstätten, so nennt man diese Lagerstätten sekundär. Bei dem Umlagerungsprozess findet eine qualitative Selektion statt, denn schwache, rissige, einschlussreiche oder sehr kleine Kristalle überstehen diesen langen Weg nicht. Durch die natürliche Auslese sind Diamanten aus sekundären Lagerstätten in aller Regel hochwertiger. Bis in die 1970er Jahre dominierten die Sekundärlagerstätten, heute die Primärlagerstätten.

 Aussehen
Ein Diamant ist kubisch und bildet kleine, würfelförmige oder oktaedrische Kristalle aus. Das Kristallgitter besteht aus einem dreidimensionalen "Netz", in dem jedes Kohlenstoffatom fest mit vier anderen verbunden ist. Darin begründet sich auch seine außergewöhnliche Härte.
Im Idealfall ist der Diamant farblos, klar bis gelblich, was im Diamantenhandel in präzise Farbgraduierungen eingeteilt wird: feines Weiß - Wesselton, Blauweiß - River, getöntes Weiß - Crystal , Gelblich - Cape, Gelb - Yellow. Durch Fremdstoffe kann ein Diamant auch intensiv gefärbt sein, man spricht dann von "Phantasiefarben". Stickstoff (das häufigste Nebenelement) verursacht die Farben Gelb und Grün; Sauerstoff, Aluminium, Eisen, Magnesium und Bor die Farbe Blau, und Mangan die Farbe Rosa.
Es gibt aber auch noch andere farbige Diamanten, die sogenannten Fancy Diamonds (englisch für "schick"), auch kurz Fancys genannt. Sie sind seltener und viel wertvoller als weiße Diamanten, da unter 100.000 Diamanten durchschnittlich nur ein Fancy-Diamant vorkommt. Gelb- und Brauntöne, die mehr als 80% aller farbigen Diamanten ausmachen, sind allerdings keine Fancys, sondern gehen auf Verunreinigungen zurück. Kanariengelb ist hingegen eine Fancy Farbe. Die erste große Fancy-Quelle wurde 1867 in Südafrika gefunden. Heute ist die Argyle Mine in Australien die wichtigste Fundstätte für Fancy-Diamanten.

 Eigenschaften
Ein Rohdiamant besitzt eine natürliche Reflexion von nur 17%. Er verbrennt in reinem Sauerstoff bei ca. 720 °C, in Luft bei über 800 °C zu Kohlendioxid und ist unempfindlich gegenüber Säuren und Alkalien. Sein spezifisches Gewicht liegt zwischen 3,47 - 3,55 g/cm3 und ist demzufolge 3,5x schwerer als Wasser. Die Lichtgeschwindigkeit im Diamanten wird von 300.000 auf 125.000 km/Sekunde abgebremst. Diamanten sind für sichtbares Licht, aber auch für Röntgenstrahlen und Radarwellen durchlässig. Die Brechung des Lichtes im Diamanten beträgt analog dazu 2,417 (Brechungsindex). Entropie beträgt 2,38 Ct/mol, die anomale Dispersion 0,044. Der Diamant besitzt den höchsten Schmelzpunkt (3.820 Kelvin) und weist eine fünfmal bessere Wärmeleitfähigkeit als Silber auf.

 Vorkommen
Der erste überlieferte Fundort eines Diamanten war 4000 v. Chr. in Indien, gefolgt von der indonesischen Insel Borneo (um 600 n. Chr.). Im 18. Jahrhundert fand u.a. ein Portugiese auf der Suche nach Gold in Brasilien einen Diamanten und verursachte einen "Diamantenrausch". 1869 wurde der erste Diamant im Muttergestein Kimberlit im südafrikanischen Kimberly gefunden.
Große und berühmte Fundstellen von Diamanten erstrecken sich heute über die Region nahe Kimberley (Südafrika). Ein zweiter bedeutender Fundort ist die große Lagerstätte im Flussgebiet des Wiljui in Jakutien (Sibirien). Die bekanntesten Diamantablagerungen befinden sich in Kongo und Zaire, in Angola, Tansania, Ghana und Guinea und im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais.
In Primärlagerstätten gelten Diamantvorkommen unter bestimmten Bedingungen als abbauwürdig, wenn in 10 Tonnen Gestein 1 bis 2 Carat Rohdiamanten (1 Carat = 0,2 Gramm) vorhanden sind.
Von der Antike bis heute sind schätzungsweise über 3,4 Millarden Carat Diamant - das sind 680 Tonnen Diamanten - gefördert worden. 
Im Jahre 1920 betrug die Rohdiamanten-Förderung nur 3 Millionen Carat, Anfang der 1970er Jahre bereits 45 Mio. Carat, Anfang 2000 114 Mio. Carat (= ca. 9 Milliarden US$) und Anfang der 2000er Jahre 120 Mio. Carat. Die Minen in Sibirien und Australien decken rund die Hälfte der Weltjahresförderung ab. Die exponentiell ansteigende Förderrate wird voraussichtlich noch einige Jahre weiter anhalten.

 Aussehen und Bewertung
Im 13. Jahrhundert entdeckte man, dass sich Diamanten bearbeiten lassen. Ein Jahrhundert später wurde der Diamant als polierter bzw. geglätteter Oktaeder getragen und ab dem 16. Jahrhundert erhielt der Diamant den ersten Schliff namens "Einfaches Gut", was in etwa dem heutigen Achtkant-Schliff ähnelt. Erst um 1910 wurde der heutige typische Brillantschliff entwickelt (daher auch der Name: Brillanten). Ein voll facettierter Diamant im runden Brillantschliff hat 58 Facetten, die wichtig sind für sein maximales "Feuer". Nur kleine und weniger wertvolle Diamanten werden in Rautenform, also in Rosetten, geschliffen.
Die Bewertung von geschliffenen Diamanten wird anhand von 4 Eigenschaften ermittelt. Die Methode "4 C" steht dabei im Mittelpunkt und bezieht sich auf die 4 Anfangsbuchstaben der englischen Wörter Colour, Clarity, Cut und Carat. Je weißer, also farbloser ein Diamant (Farbe: Colour) ist, desto begehrter ist er; je reiner ein Diamant (Reinheit: Clarity) ist, desto wertvoller ist er; je besser der Schliff (Cut) eines Diamanten, desto stärker ist seine Brillanz, sein "Feuer"; und je größer ein Diamant (Gewicht: Carat), desto seltener ist er. 

Anlage-Diamanten
Diamanten, die als Wertanlage in Frage kommen, sind ausschließlich Steine von höchster Qualität, in der Regel im klassischen runden Brillantschliff gearbeitet und von international anerkannten Gutachtern zertifiziert.

Weltmarktführer und Monopolist
Der junge Cecil Rhodes gründete im Jahre 1888 die De-Beers-Minengesellschaft in Kimberley (Südafrika). Die Firma wurde nach dem ursprünglichen Besitzer der Farm Zandfontein, Johann De Beer, benannt. Rhodes führte einen erbitterten Konkurrenzkampf gegen andere Minenbesitzer, mit dem Ergebnis, dass er Ende 1889 die Diamantenindustrie Südafrikas kontrollierte. Dank dieser Monopolstellung konnte der Ausstoß an Diamanten gesteuert und die Preise auf einem profitablen Niveau gehalten werden.
Mit der Entdeckung neuer Fundstätten bei Pretoria (Südafrika) und im damaligen Deutsch-Südwest-Afrika (heute Namibia) wurde die Vormachtstellung von De Beers gebrochen. Ernest Oppenheimer, ein Einwanderer aus Deutschland, erlangte mit seiner 1919 gegründeten Minengesellschaft Consolidated Diamond Mines (CDM) die Führungsrolle. Zehn Jahre später übernahm Oppenheimer den Vorsitz der De-Beers-Gruppe, fusionierte beide Gesellschaften und schuf so ein bis heute existierendes Kartell.
 

Welthauptstadt des Diamantenhandels
Die belgische Stadt Antwerpen hat um 1935 Amsterdam als die Welthauptstadt des Diamantenhandels abgelöst. Anfang der 2000er Jahre wurden in dieser Stadt ca. 60% des Welthandels umgesetzt, wobei davon 40% in den Händen der jüdischen Gemeinschaft und 40% der indischen Gemeinschaft lagen. Zudem ist Antwerpen die einzige Stadt auf der Welt, die drei Diamantfachschulen beherbergt. 

Künstliche Herstellung
Seit 1955 ist es mithilfe des so genannten Hochdruck-Hochtemperatur-Verfahrens (HPHT - engl.: high-pressure high-temperature) möglich, künstlich Diamanten herzustellen. Bei diesem Verfahren wird Graphit in einer hydraulischen Presse bei einem Druck von einigen Gigapascal und Temperaturen von über 1.500°C zusammengepresst. Unter diesen Bedingungen ist Diamant die thermodynamisch stabilere Form von Kohlenstoff, so dass sich der Graphit zu Diamant umwandelt.
Eine Alternativmöglichkeit zur Herstellung von künstlichem Diamant ist die Beschichtung von Substraten mit Hilfe der chemischen Gasphasenabscheidung (CVD - engl.: chemical vapour deposition). Dabei wird in einer Vakuumkammer eine einige Mikrometer dicke Diamantschicht auf den Substraten (z.B. Hartmetallwerkzeuge) abgeschieden. Ausgangsstoff dabei ist ein Gasgemisch aus Methan und Wasserstoff. Die Aktivierung des Gases erfolgt thermisch oder mit Hilfe eines Plasmas.
Als weitere Entwicklung können mithilfe der Technik der Plasmabeschichtung nur wenige Mikrometer dünne Schichten aus so genanntem diamantartigen Kohlenstoff (DLC - engl.: diamond-like carbon) hergestellt werden. Diese Schichten vereinigen gleichzeitig die extreme Härte des Diamanten und die sehr guten Gleitreibungseigenschaften von Graphit.

 Fälschungen
Fälschungen dieses begehrten Edelsteins gibt es natürlich wie Sand am Meer und sind von einem Laien nur schwer zu erkennen. Imitationen aus YAG (Yttrium-Aluminium-Granat), Zirkonia (Zirkonoxid) und Strass (Bleiglas), Synthesen, Farbveränderungen durch Bestrahlen und Brennen, Rissfüllungen, Beschichtungen und Dubletten - das Thema Diamantfälschen ist eine Wissenschaft für sich. Daher haben hier auch nur gemmologische Prüfungen eine Chance. 

Käufer
Rund 3/4 der Diamanten-Weltproduktion wird heute industriell, zum Beispiel für die Herstellung von Schneid- und Bohrwerkzeugen verarbeitet, die restlichen Steine werden zu Schmuck verarbeitet. Hauptabnehmer von Diamanten sind mit 44 Prozent die USA, je 19 Prozent gehen an japanische und asiatischen Firmen, 14 Prozent gehen nach Europa und knapp 4 Prozent in die arabische Welt.
Künstlich hergestellte Diamanten haben einen geringeren Wert und gehen fast ausnahmslos in die industrielle Anwendung.

 Pflege und Reinigung
Ein Diamant ist zwar unvergänglich, jedoch benötigt er für den Erhalt seiner Brillanz und seines Feuers ein wenig Pflege. Diamanten ziehen Fette, z.B. durch den Kontakt mit Hautöl, Seife oder Kosmetika an. Empfehlenswert ist eine jährliche professionelle Pflege des Diamanten und Überprüfung des Schmuckstückes bei einem renommierten Juwelier.
Abhilfe schafft aber auch eine kleine Schale mit warmem Wasser und mildem Geschirrspülmittel. Diamantschmuck in die Lösung tauchen und mit einer weichen Zahnbürste reinigen. Anschließend unter fließend warmem Wasser sorgfältig abspülen und mit einem weichen, flusenfreien Tuch trocken tupfen.
Oder für 30 Minuten in eine kleine Schale, halb mit kaltem Wasser und Haushalts-Ammoniak gefüllt, einlegen. Falls eine Fassung vorhanden ist, vorsichtig die Vorder- und Rückseite mit weicher Zahnbürste reinigen, Diamanten ein zweites Mal in die Lösung tauchen, abspülen und mit einem Papiertuch abtrocknen. 
 

4 Kriterien zum Schätzen des Wertes eines Diamanten  

4 C  

 Cut - Carat - Clarity – Color
 Schliff - Gewicht - Reinheit - Farbe  

SCHLIFF:
Bezieht sich auf die Winkel und Proportionen eines Diamanten. Gemäß komplexen wissenschaftlichen Formeln reflektiert ein gut proportionierter Diamant das Licht von einer Facette zur anderen (wie ein Spiegel), streut es und reflektiert es dann (durch die Tafel) nach oben. Wenn der Diamant gut geschliffen ist, wird er eine optimale Brillanz haben, man spricht dann vom Feuer des Diamanten. Ein Diamant kann auch einen zu flachen oder zu dicken Schliff haben. In solchen Fällen wird das Licht nicht optimal reflektiert und die Brillanz des Diamanten wird beeinträchtigt.

GEWICHT:
Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat ausgedrückt: 1 Karat entspricht 0,20 Gramm. Ein Karat kann in 100 Punkte unterteilt werden. Ein Diamant von 0,75 Karat entspricht einem Diamanten von 75 Punkten und auch einem Diamanten von 3/4 Karat. Die Diamantenindustrie verwendet verschiedene Arten von Waagen, um das Gewicht der Diamanten zu messen. Das Karat ist eine Maßeinheit, die auch für andere Edelsteine und Halbedelsteinen angewendet wird. Ein Karat bei Edelsteinen hat nichts mit dem Karat bei Goldlegierungen zu tun - sie dürfen nicht verwechselt werden. Ein Diamant mit einem Gewicht von 0,9990 wird mit 1 Karat angegeben, einer mit einem Gewicht von 0,9989 wird mit 0,99 Karat angegeben.

 

REINHEIT:
Diamanten, die wenige oder keine Einschlüsse haben, sind sehr selten und daher sehr teuer. Diese Einschlüsse können winzigen Kristallen, Wolken oder Federn gleichen. Nach internationalen Normen wird ein Diamant dann als rein bezeichnet, wenn das Auge eines Fachmanns bei 10facher Vergrößerung keinerlei Fehler entdeckt. Man hat eine Reinheitsskala erstellt, in die der Diamant eingeordnet wird. Diese Skala umfasst die folgenden Reinheitsstufen: 

FL, IF, VVS1, VVS2, VS1, VS2, SI1, SI2, SI3, P1, P2, P3.

FARBE:
Ein Diamant ohne Farbe wird als farbloser Diamant bezeichnet. Die Diamantenindustrie klassifiziert Diamanten anhand verschiedener Farbskalen. Die Farbe eines Diamanten hat einen bedeutenden Einfluss auf seinen Wert. Die Farbskala erstreckt sich von D bis Z, von farblos bis hellgelb. Die Skala beginnt mit D wie Diamond (zu Deutsch Diamant). Die Buchstaben A, B oder C gibt es nicht. Wir empfehlen Ihnen, einen Diamanten zu wählen, dessen Farbe zwischen D und I liegt. Daneben gibt es auch Diamanten in verschiedenen Farben: Blau, Rot, Rosa, Grün, Gelb, Schwarz, Champagner, Cognac usw. Manche davon sind besonders selten: Rot, Grün, Blau usw.

 

  GRANAT: 

Der Granat ist ein Edelstein mit Tradition, lang schon wird er von verschiedenen Kulturen der Welt als Schmuckstein geschätzt. Verständlich: Die Mineralfamilie Granat bietet ein wirklich abwechslungsreiches Sortiment an verschiedenfarbigen Edelsteinen. 
Der Name „Granat“ stammt vermutlich vom lateinischen Begriff für „Korn“ ab und spielt damit auf die rundliche Form gefundener Roh-Edelsteine an. Auf mikroskopischer Ebene zeigen Granat-Kristalle dagegen eine kubische Form. Teilweise wird auch angenommen, der Name deute die optische Ähnlichkeit zu den roten Früchten des Granatapfelbaumes an. Dabei gibt es Granate in weitaus mehr Farben als nur Rot.

Chemische Zusammensetzung der Granate
Granate sind Silikate mit einer bestimmten Struktur, die sich deutlich in ihrer Farbe unterscheiden.

Herkunft
Die verschiedensten Granat-Varietäten stammen aus unterschiedlichen Regionen der Welt: Indien, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Nigeria, Sri Lanka und Tansania.

Geschichte des Granats
Roter bzw. rötlicher Granat (Mosambik-Granat, Rhodolith) ist wahrscheinlich die bekannteste Varietät. Er ist Bestandteil zahlreicher alter Erzählungen, in der griechischen Mythologie wird er vor allem in der Legende der Entführung Persephones durch Hades erwähnt. Auch in jüdischen und muslimischen Überlieferungen findet dieser Edelstein Erwähnung, wobei seine besondere Leuchtkraft im Mittelpunkt steht. Auch heute noch sind Granate ein Symbol für Licht, jedoch auch für Treue und Wahrheit. Natürlich finden rote Granate nicht nur in Erwähnung in alten Legenden, sondern wurden aufgrund ihrer Schönheit früh schon in Schmuck gefasst. Bereits die Wikinger nutzen Granatschmuck als Grabbeigabe, um den Toten den Weg nach Walhalla zu erleuchten. Kreuzfahrer schmückten ihre Rüstungen mit Granat, da sie sich in seinem Schutz sicherer fühlten. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Granat zu einem wahren Mode-Edelstein, besonders böhmische Granate waren beliebt.

Charakteristika des Granats
Trotz ihrer ähnlichen chemischen Zusammensetzung und Kristallstruktur zeigen die einzelnen Varietäten unterschiedlichste Farben, was auf die jeweilig enthaltenen Metalle (Mangan, Calcium, etc.) zurückzuführen ist. So ergibt sich für die Granate eine Farblinie von Violett über Schoko, Grün, Orange, Gelb, Pink und schließlich Rot, insgesamt sind ca. 38 verschiedene Handels- und historische Granatarten bekannt. 1882 entdeckte George Frederick Kunz diesen Edelstein im Bundesstaat North Carolina und benannte ihn nach dort wachsenden Berg-Rhododendren, die einen ähnlichen Farbton zeigen: ein schöne Mischung aus Pink, Rot und Purpur. Der neue Himbeer-Rhodolith zeigt ebenfalls feminine Rottöne, die diese Varietät aus Tansania zu einer „Königin der Granate“ erheben. Er gilt in Fachkreisen als die hochwertigste Rhodolith-Art, die derzeit auf dem Markt erhältlich ist. Rötlich bzw. Rot-Orange ist der Spessartin – eine Granat-Varietät, die nach ihrem ersten Fundort im bayerischen Spessart benannt ist. Nach dem erstmaligen Fund im 19. Jahrhundert entdeckte man diese lebendige Varietät bald auch in Virginia. Heute kann man ihn in Australien, Brasilien, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Pakistan, Sri Lanka, Tansania und Sambia finden. Neben den beliebten roten bzw. orangen Granat-Varietäten erstrahlt der Granat auch in verschiedenen Grüntönen. Der intensiv grüne Demantoid wurde erstmals um 1855 entdeckt und von Dr. Nordenskjöld benannt, der auch schon den Alexandrit klassifizierte. Die originale Quelle befand sich im russischen zentralen Uralgebirge. Diese Granat-Varietät wird durch Chrom und/oder Eisen gefärbt, je nach Vorkommen unterscheiden sich die Grüntöne untereinander. Eine andere grüne Schönheit ist der Tsavorit, den Campbell R. Bridges entdeckte und in Anlehnung an den kenianischen Tsavo-Nationalpark benannte. In Tansania kann diese Schönheit ebenfalls gewonnen werden. Der Tsavorit wird auch „König der Granate“ genannt, ein Titel, der bereits nach einem ersten Blick auf diese Varietät gerechtfertigt scheint. Oftmals wird der Tsavorit mit dem Smaragd verglichen bzw. gleich gesetzt, wobei Tsavorite tatsächlich viel seltener sind als die grünen Berylle.

Pflege des Granats
Die Granat-Varietäten dürfen keinen extremen Temperaturen ausgesetzt werden, da ein Temperaturschock Beschädigungen hervorrufen kann. 

 

 

OPAL:

Die Königin der Edelsteine

1. Entstehung und Eigenschaften
In der Kreidezeit (vor 135 - 70 Millionen Jahren) und den nachfolgenden Jahrmillionen haben sich in den abgelagerten tonreichen Mergelschichten zunächst Gesteine abgelagert, aus denen anschliesend unterirdische Rinnsale und Grundwasserläufe Kieselsäure (SiO2) auslaugten.
Stark vereinfacht lässt sich die Entstehung von Opal ausdrücken in
Opal = Kieselsäure + Wasser
In wasserundurchlässigen Gesteinsschichten sammelte sich die Kieselsäure, wo sie sich durch fortlaufende Wasseranreicherung und -verdunstung zu dem verfestigte, was wir heute als Opal kennen. Die Opale erstarrten also, im Gegensatz zu den meisten anderen Edelsteinen, lange nachdem sich das "Muttergestein" gebildet hatte. Dies erklärt auch, warum zumindest die australischen Opale selten in groser Tiefe vorkommen und geologisch gesehen relativ "jung" sind.
Opal suchen bedeutet somit die Suche nach diesen opalführenden Hohlräumen ehemaliger Vulkane, Meere, Seen und Wasserläufe. 
Während australische Opale vorwiegend in den sedimentären Schichten des Great Artesian Basin gefunden werden, kommen z.B. mexikanische Opale stets in vulkanischem Gestein vor. 
Solche Fundorte für Opale gibt es heute auf allen Kontinenten. Sie bringen Opale in unterschiedlichen Farbvarianten und Qualitäten zu Tage. Auch wenn die chemische Zusammensetzung immer die gleiche ist, erst die Art der Entstehung sowie Lage, Tiefe und Art der opalführenden Gesteinsschichten bestimmen die Intensität des Feuers, das Farbspektrum und die Beständigkeit gegenüber Umwelteinflüssen.
Chemische Formel: SiO2.nH2O
Härte: 5,5 bis 6,5

2. Fundstellen
Opal-Fundorte gibt es fast auf der ganzen Welt. Australien jedoch liefert mit ca. 95% der Weltförderung an Opalen den Hauptanteil, gefolgt von Mexiko mit 4 %. 
Australien

Bis auf wenige Ausnahmen sind die Opalvorkommen Australiens auf die Sedimentbildung im Bereich des "Great Artesian Basin" (Groses artesisches Becken) zurückzuführen. Hier wurden in den Ablagerungen aus Jura und Kreidezeit die Voraussetzungen für die Bildung des Opals geschaffen. Bei der Verwitterung ehemaliger Meeresböden entstand ein reicher Vorrat an Kieselsäure, der sich in Rissen, Spalten und porösen Gesteinsschichten ablagerte und in den Jahrmillionen bis zum Tertiär zu Opal wurde. Aus diesem Becken stammen 95% der Weltförderung von Edelopalen, aufgeteilt auf drei Bundesstaaten:
Queensland mit den Zentren Yowah, Koroit, Jundah, Quilpie, Cunnamulla, Winton und Opalton. Auch bekannt als das "home of the Boulder". Von hier kommen die meisten Boulder-Opale sowie Yowah-Nüsse und andere Kostbarkeiten. Die Boulder-Felder von Queensland liegen in einem ca 300 km breiten Gürtel, der Winton-Formation, über eine Strecke von ca. 1000 km Länge.
New South Wales ist mit den Zentren Ligthning Ridge und White Cliffs die Heimat der kostbarsten Edelopale. Aus Lightning Ridge (früher: Wallangulla) kommen die wertvollen Schwarzopale. Der Ort liegt in einer kargen Landschaft mit intensiver Viehzucht und Weizenanbau auf einer niedrigen Bodenwelle, über der sich häufig Blitze entladen sollen - daher der Name Lightning Ridge. Die Opalminen sind sichelförmig um die Stadt verteilt und bestimmen mit ihren zahleichen Aushubhaufen das Landschaftsbild. Der Opal wird im Grenzbereich zwischen tiefer liegenden Mergelschichten und dem darüber liegenden Sandstein in der Wallangulla-Sandstein- Formation gefunden. Die Minen sind meist, wie teilweise auch in Coober Pedy nach der Entfernung zur Stadt bezeichnet, wie z.B. 3-Mile-, 6-Mile- oder 9-Mile-Field.
In South Australia wird die Hauptmenge Australiens, vorwiegend helle Edelopale geschürft. Fundstätten sind bei Coober Pedy, Andamooka, Mintabie und Lambina. Coober Pedy, am Stuart-Highway gelegen, bezeichnet sich als "Welthauptstadt des Opals". Der Name wurde aus der Aboriginie-Sprache (kupa piti) abgeleitet, was soviel heist wie "Weiser Mann im Erdloch". Über einen langen Zeitraum nach Gründung der ersten Mine 1915 war Coober Pedy weltgröster Opal-Produzent, wurde jedoch in den 90er Jahren hierin von Mintabie abgelöst. In Coober Pedy selbst hat heute der Tourismus Einzug gehalten, geschürft werden darf nur noch auf den weit auserhalb der Stadt gelegenen Opalfeldern.

3. Opalarten:
Natürliche Opale
· Solid Opal
· Matrix Opal
· Opalmatrix
Voll-Opale / Solids
Black Opal Schwarze bzw. dunkle, opake Körperfarbe. Diese kann von pechschwarz bis dunkelgrau reichen und gibt dem Stein ein dunkles Aussehen, wenn er von oben betrachtet wird. Die schwarze Körperfarbe, in guten Steinen vom Farbspiel weitestgehend bis vollständig überdeckt, wird durch mineralische Pigmente verursacht. Nach der ‘Lightning Ridge Miners Association Tone Scale’ werden die Farbtöne nach Black #1 (rein schwarz), #2 und #3 (dunkle Grautöne) eingestuft. Durch den dunklen Hintergrund wirken die Farben im Opal auserordentlich brillant. Die Pattern können dabei alle möglichen Farben haben.

Es werden auch Crystal Opals oder Boulder als schwarze Opale bezeichnet, wenn sich unter der Schicht mit Farbenspiel eine schwarze Schicht opaken Opals (Potch) befindet. Diese Boulder-Varianten werden als Boulder-Black bezeichnet. Diese Form ist nicht zu verwechseln mit den manuell zusammengesetzten Dubletten.

Des weiteren werden auch sonstige Edelopale aus anderen Fundgebieten der Erde mit dunkler, teilweise auch dunkelbrauner Körperfarbe als Black Opal bezeichnet.
· Semi-Black Opal Die Körperfarbe reicht von mittel- bis dunkelgrau. Die Klarheit ist transluzent bis opak. Eine Charakteristik dieser Steine ist ihr meist rauchfarbenes Aussehen. Sie stammen aus der gleichen Familie wie Schwarze Opale, sind aber nicht ganz so dunkel.
· Gray Opal Opale mit grauer, transluzenter bis opaker Körperfarbe. Nach der Lightning Ridge Miners Association Tone Scale werden die Farbtöne in gray und light gray unterteilt.
· White Opal Opale mit weiser, opaker Körperfarbe. Das Farbenspiel weiser Opale läst sich auf Grund des fehlenden Kontrastes relativ schlecht auf Photos wiedergeben.
· Crystal Opal Mit Hilfe des "clarity cross" als transparent eingestufter Opal. Diese Steine besitzen das Farbenspiel der Pattern, aber keine eigene Körperfarbe.
· Semi-Crystal Opal Mit Hilfe des "clarity cross" als transluzent eingestuft. Diese Steine besitzen das Farbenspiel der Pattern und eine klare durchscheinende Körperfarbe.
· Jelly Opal Mit Hilfe des "clarity cross" als transparent eingestufter Opal. Diese Steine zeigen in der Regel leuchtende Opaleszens, aber keine Pattern.
· Contra Luz-Opal Die Besonderheit dieser Opale liegt darin, dass sie ihr Farbspiel erst im Gegenlicht zeigen. In der Draufsicht sind sie weitestgehend ohne Farbenspiel

Matrixopale
Bezeichnung für geschliffene Opale, die noch in das Muttergestein eingelagert sind. Beispiele sind die Seam-Boulder-Opale, Yowah-Nüsse, mexikanische Matrix-Opale oder äthiopische Opale, die oftmals mit Teilen der Geode geschliffen werden.
Boulder In Australien als "seam boulder opal" bezeichnet. Er besteht aus einer mehr oder weniger dicken Schicht Edelopal, der in hartem Sand- oder"Eisenstein" sitzt. Der Edelopal wird entweder durch das Schleifen zum Vorschein gebracht oder durch Aufspalten entlang der Opalschicht. Im zweiten Fall spricht man auch von "Boulder Split" oder "Split Face Boulder". Die Oberfläche ist meist unregelmäsig geformt, da sie normalerweise nicht geschliffen oder poliert wird. Stets bleibt eine Schicht des kieseligen und limonitreichen Muttergesteins als Unterlage erhalten.

Opalmatrix
Matrix steht für "Mutter", welche in unregelmäsigen Anteilen Adern oder kleine Partikel von Edelopal einschliest. Entsprechend sehen die geschliffenen Steine oftmals wie mit (Opal)-Pfeffer bestreut aus. Die Körperfarbe wird vom Muttergestein bestimmt. Beispiele sind südaustralische Andamooka-Matrix und schwarze Opalmatrix aus Honduras.
Boulder Matrix Geschliffene Boulder Matrix ist ein Stück Muttergestein aus den Boulder-Gebieten Queenslands mit kleineren Opalsprenkeln oder auch gröseren Opalmustern. Sie erhalten ihre Bezeichnung nach den Fundgebieten, wie z.B. Koroit, Jundah oder Opalton. Allgemein werden diese australischen Opale als Boulder- oder Queensland-Matrix angeboten.

4. Klassifizierung:
Klassifizierung von Voll-Opalen / Solids
Der Wert eines Opals wird durch den Marktpreis pro Karat festgelegt. 
Bei Vollopalen/Solids bestimmen folgende Merkmale den Verkaufspreis:

· Gewicht
· Körperfarbe
· Patternart
· Farbe des Feuers
· Leuchtkraft des Feuers
· Fehler
· Schliff
Klarheit/Clarity

Die Klarheit eines Opals bezeichnet den Grad, wie gut man durch den Stein hindurchsehen kann. Dies reicht von durchsichtig/transparent (bei Crystal Opal und Jelly) über durchscheinend/transluzent bis undurchsichtig/opak.
Einen Sonderfall stellen Jelly-Opale dar. Sie sind transparent, haben aber im Gegensatz zu Crystal Opals keine deutlich sichtbaren Pattern sondern "nur" mehr oder weniger Opaleszens.
Opal Body Tone
Der Körper Ton von einem Opal (auch als Grundton oder Hintergrundfarbe) bezieht sich auf die relative Dunkelheit des Hintergrundes, die mit dem OPAL wird die kontrastierende Spiel-of-Farbe . Es wird aufgedeckt und ignorieren die Play-of-Farbe beurteilt und können von N1 (JetBlack) bis N9 (weis) nach AGIA Körper Ton-Chart reichen:
Schwarze Opale
Schwarze Opale zeigen eine Play-of-Farbe innerhalb oder auf einem schwarzen Körper Ton kompatibel mit N1 bis N4, wenn angesehen Face-up.
DARK OPALS
Dunkle Opale zeigen eine Play-of-Farbe innerhalb oder auf einem dunklen Körper Ton kompatibel mit N5 N6, wenn angesehen Face-up (diese werden auch als Semi-schwarze Opale bekannt).
LIGHT OPALS
Helle Opale zeigen eine Play-of-Farbe innerhalb oder auf einem hellen Ton Körper konform mit N7 bis N9, wenn angesehen Face-up (die N9 Kategorie wird auch als White Opal genannt).


Pattern
Patternart
Zur Bezeichnung der Pattern von Opalen werden oftmals sehr phantasievolle Namen vergeben. Im wesentlichen lassen sie sich auf folgende Grundmuster zurückführen:
· Pinfire: Zahlreiche kleine Pattern wie Nadelstiche über den Opal verteilt.
· Flashfire: unregelmäsige Farbspritzer bedecken den Stein. Die Farbspritzer können unterschiedlich gros sein und entsprechend als Small- oder Large-Flashfire eingestuft werden.
* Lametta: Bezeichnung für die Pattern-Anordnung in mexikanischen Feueropalen. Es entspricht im Aussehen dem Flashfire.
Zusätzlich gibt es Sonderformen in der Patternanordnung, die allerdings recht selten sind und den Preis in die Höhe treiben. Beispiele sind:
* Broad Flashfire: Ganze Farbbahnen bedecken grose Teile des Opals oder auch den ganzen Stein 
* Rolling Flashfire: Die Pattern sind in Farbbahnen angeordnet, die über den Opal zu rollen scheinen, wenn er bewegt wird. 
* Harlekin: Die Pattern sind in grosflächigen, verschiedenfarbigen Rechtenecken angeordnet und bedecken vollständig die Opaloberfläche 
* Ribbon: In einem Grundmuster sind ganze Pattern-Reihen wie mit einem Radiergummi zu Farblinien verwischt. 
* Picture Stones: Die Pattern bilden ein Farbmuster, das die Phantasie des Betrachters anregt indem es willkürliche Figuren darstellt. So können Tiere, Landschaften, Pflanzen und sonstige Bilder im Opal erkannt werden.

Farbe des Feuers
Eine wesentliche Rolle bei der Bewertung von Opalen spielt die Farbe der Pattern. Hierbei sollten nur Farben registriert werden, die eindeutig erkennbar sind.
Der Wert eines Opals steigt in folgender Reihenfolge der Farbe der Pattern:

· Blau
· Grün
· Blau-Grün (Blau dominiert)
· Grün-Blau (Grün dominiert)
· Orange-Grün
· Orange-Rot
· Rot
· Multicolor (mindestens 3 Farben eindeutig erkennbar)

Farben, die nur schwach oder ansatzweise erkennbar sind, werden bei der Pattern-Bewertung nicht mitgezählt.

Leuchtkraft des Feuers
Um die Leuchtkraft von Opalen bewerten zu können, bedarf es einer möglichst gleichmäsigen Lichtquelle. Am besten ist hierfür indirektes Sonnenlicht oder eine Glühbirne mit Sonnen- bzw. Tageslichtspektrum geeignet. Um die Vergleichbarkeit sicherzustellen, sollte immer die gleiche Lichtquelle verwendet werden. Der Stein wird zur Bewertung in der Draufsicht betrachtet und hierbei auch bewegt, um die Farben aus unterschiedlichen Richtungen erkennen zu können. 
Eine eindeutige Einstufung ist nicht immer einfach, da die Farben nicht immer gleichmäsig über den Stein verteilt sind und der Übergang zwischen den Stufen fliesend ist.
Gewicht
Das Gewicht von Opalen wird in Karat (1ct=0,2 gramm) gemessen. Opale in Standard-Formen wie Oval oder Rund werden bei gleicher Qualität zu einem höheren Preis angeboten als Freeform-Schliffe, da meist ein groser Anteil (ca. 25 - 50%) des Rohsteingewichts der geometrischen Form zum Opfer fällt.

5. Schliffarten und Formen:
Schliffformen (Shape)
Opale werden meist zu Cabochons verarbeitet. 
Eine Ausnahme bildet klares transparentes Rohmaterial, das auch zu Facettensteinen verarbeitet werden kann. Hierbei handelt es sich überwiegend um mexikanische Feueropale, die in unterschiedlichen, facettierten Formen angeboten werden. Das Facettieren wird hier nicht weiter beschrieben. Ebenso wenig die Verarbeitung von Opalen, die mitsamt Muttergestein (Matrix) zu dekorativen Anhängern oder Figuren geschliffen werden.
Mögliche Standard-Schliffformen für Opal-Cabochons sind neben dem Freiform-Schliff:
 
· Oval
· Träne
· Navette
· Freiform

 

 

Rubin

Der Edelstein Rubin stammt, wie der Saphir, aus der Familie der Korunde. Doch wie die etymologische Herkunft schon erahnen lässt – Rubin leitet sich aus dem lateinischen “rubens” für rot ab – handelt es sich hierbei um rote Korunde, wobei der Farbton zwischen Blassrot und Dunkelrot variieren kann. Die Farbgebung entsteht durch geringe Chromanteile, bei bräunlicheren Steinen ist auch etwas Eisen enthalten. Zwar unterscheiden sich die Rottöne des Rubin aus den verschiedenen Lagerstätten geringfügig, doch lässt sich daraus kein Herkunftsland erschließen. Die Fundorte sind über die ganzen Kontinente, bis auf die Antarktis verteilt. Die begehrtesten Edelsteine stammen aus dem asiatischen Raum und Ostafrika. Als Rohstein hat der Rubin noch eine stumpfe Wirkung und erstrahlt erst geschliffen in seinem Glanz, ähnlich wie ein Diamant. Der Rubin ist nach dem Diamant das zweithärteste Material der Welt und gehört zu den teuersten Schmucksteinen. Als besonders wertvoll gilt der Rubin wenn er in einem kräftigen Rot mit 
einem bläulichen Stich, in sogenannter „Taubenblutfarbe“, auftritt. 
Der Rubin gilt als ein Edelstein der klassischen „Großen 4“ (zusammen mit Diamant, Smaragd und Blauem Saphir) und ist bekannt für sein warmes und einzigartiges Rot, das einen optischen Widerpart zu dem kühlen Blauen Saphir bildet. Tatsächlich gehört der Rubin, der Geburtsstein des Monats Juli, jedoch zur selben Mineralfamilie wie der Saphir: Korund.
Der Name „Rubin“ leitet sich vom lateinischen Begriff „ruber” ab, welcher für die Farbe Rot steht. Während viele rote Edelsteine vor der Entstehung der wissenschaftlichen Gemmologie ab dem 18. Jahrhundert „Rubin“ genannt wurden, fasste man Rubin, Granat, Spinell und andere rote Edelsteine zunächst unter dem lateinischen Begriff „carbunculus“ für „kleine Kohle“ zusammen. Diese den alten Griechen als „anthrax“ („glühende Kohle“) bekannten Edelsteine waren schöne tiefrote Steine, welche die Farbe glühender Kohlen annahmen, hielt man sie gegen die Sonne.

Chemische Zusammensetzung des Rubins
Neben dem Saphir ist der Rubin eine weitere Farbvarietät des Minerals Korund (ein kristallines Aluminiumoxid), dessen Name sich aus dem Sanskrit-Wort „kuruvinda“ für Rubine und Saphire ableitet. Allochromatische, d.h. fremdgefärbte Edelsteine dieses Minerals erhalten ihre Farben durch Chrom, Eisen und Titan – der Rubin wird zumeist von Chrom gefärbt. Bräunliche Töne entstehen durch Eisen.
Saphire zeigen zuweilen ebenfalls wunderschöne Rot- und Orangetöne (Abendroter Saphir beispielsweise) – diese Farbtöne fallen jedoch nicht in das Farbspektrum, das dem Rubin zugeordnet wird: Als Rubine gelten Korunde, die in ganz bestimmten Rottönen erstrahlen. Doch auch der edelste Rubin ist nur zu 80% rein rot und weist sekundär auch Orange-, Pink-, Lila- oder Violett-Töne auf.

Herkunft
Rubine aus Sri Lanka sollen von den Griechen und Römern bereits ab etwa 480 v. Chr. verwendet worden sein, somit ist Sri Lanka eine der ältesten bekannten Lagerstätten. Als klassischer Herkunftsort des Rubins gilt jedoch das Mogok-Tal in Nord-Zentral-Birma. Heute werden Rubine auch in Mong Hsu im Nordosten von Birma abgebaut. Dieses Land, das wegen der klassischen Farbe und Transparenz seiner Rubine noch heute als eine, wenn nicht als die weltweit edelste Herkunft für Rubine angesehen wird, ist so eng mit Rubinen assoziiert, dass „Herr der Rubine“ einer der Titel der Könige von Birma war. Andere Rubinvorkommen liegen in Afghanistan, China, Indien, Kambodscha, Kenia, Madagaskar, Mosambik, Pakistan, Sri Lanka, Tansania, Thailand und Vietnam.

Geschichte des Rubins
Als König der Edelsteine „ratnaraj“ bekannt, verkörpert der Geburtsstein des Monats Juli Leidenschaft, Liebe und Romantik. Seit jeher ist er auch mit zahlreichen Mythen behaftet: Die alten Inder sahen im Rubin ein unvergängliches inneres Feuer, welches ein langes Leben verleihen könne. Abgesehen davon, dass sie Glück im Spiel bringen sollten, glaubte man im Mittelalter von den Rubinen – wie auch von vielen anderen Edelsteinen – dass sie prophetische Kräfte besäßen und ihre Farbe verdunkelten, wenn Unheil drohte. Sie wurden von den Birmanen als Talisman getragen, um vor Krankheit, Unglück und Verletzungen zu schützen und waren einst als „Blutstropfen vom Herz der Mutter Erde“ bekannt. Ralph Waldo Emerson verfasste im 19. Jahrhundert ein Gedicht, in welchem der Rubin als „Tropfen gefrorenen Weins aus den überströmenden Fässern Edens” und „Herzen von Freunden, den Freunden unbekannt” beschrieben wird.

Vietnamesischer Rubin
Der Rubin ist einer der teuersten und seltensten unter den bekannten Edelsteinen, viel seltener als der Diamant. Vor allem die reinen Rottöne sind nur begrenzt erhältlich. Sind sie zudem besonders klar, wird ein so erstklassiger und wertvoller Rubin gelegentlich auch mit dem Zusatz „AAA“ klassifiziert. Als dichroitischer (zweifarbiger: Lilarot und Orangerot) bzw. pleochroitischer Edelstein ist jedoch auch der „edelste” Rubin nur zu etwa achtzig Prozent rein rot und zeigt einen sekundären Stich ins Orange, Pink, Lila oder Violett. Klare Rubine ohne sichtbare Einschlüsse sind zudem so gut wie nicht erhältlich: Genau wie beim Alexandrit und Smaragd ist Chrom für eine Vielzahl von Einschlüssen verantwortlich. Während sowohl Rubine als auch Saphire als Edelsteine des Typs II klassifiziert werden (Edelsteine, die in der Natur normalerweise mit wenigen kleinen Einschlüssen wachsen, die mit dem Auge sichtbar sein können), haben Rubine gewöhnlich mehr Einschlüsse als Saphire und sind kleiner. Kleine mikroskopische Einschlüsse (auch als „Seide“ bezeichnet) geben manchen Rubinen ein „schläfriges“ Aussehen und steigern die Schönheit und den Wert dieser Steine.
Für gewöhnlich wirkt der Rubin in natürlichem Licht oder unter einer weißen Lichtquelle am schönsten, die meisten Exemplare zeigen in natürlichem Licht außerdem eine starke, glühend elektrisch-rote Fluoreszenz.

Rubin-Varietäten
Der begehrte AAA-Tansania-Rubin besticht mit einer einmaligen Reinheit, leider kommt er meist nur in kleinen Größen vor. Eine preiswertere Alternative ist der Rubin aus Madagaskar, der eine feine Seide aufweist und zum Marktstandard avancieren konnte.
Rubine können besondere optische Effekte aufweisen: Asterismus (Sterneffekt) oder Chatoyance (Katzenaugeneffekt). Lange, nadelförmige und parallel verlaufende Einschlüsse (Rutilnadeln) im Rubin reflektieren das Licht in Form einer schlitzförmigen Katzen-Pupille oder eines Sterns, sofern die Einschlüsse in mindestens zwei unterschiedlichen Richtungen verlaufen. Ein gut geschliffener Stern-Rubin zeigt einen deutlichen Stern, dessen Strahlen gerade sind und in gleichem Abstand zueinander liegen. Die Norm ist ein sechsstrahliger Stern, aber auch zwölfstrahlige Sterne kommen gelegentlich vor. Alle Stern- bzw. Katzenaugenrubine werden im Cabochonschliff (konvexe, stark polierte Form ohne Facetten) geschliffen. Am besten treten die optischen Phänomene unter einem direkten, einzelnen Lichtstrahl in Erscheinung.

Der Rubin und sein geschichtlicher und esoterischer Hintergrund
Schon in der Bronzezeit gibt es nachweislich Funde von Rubinen in Birma. Bei den Griechen und Römern wurde der Rubin in Schmuckstücke, wie z. B. Ohrringe eingearbeitet. Auch im Alten Testament spielt der Rubin eine große Rolle. Er gehört zu einem der zwölf Steine des Priesterschurzes des Hohepriesters und verkörperte den Stamm Juda. Erst um 1800 wurde die Zugehörigkeit des Edelsteins Rubin, zusammen mit dem Saphir, zur Gruppe der Korunde erkannt. Davor  wurden der rote Spinell wie auch der rote Granat als Rubin, bzw. alle drei als Karfunkelsteine bezeichnet. Berühmte Rubine sind in einigen Krönungsinsignien eingearbeitet worden, wie zum Beispiel in die böhmische St. Wenzelskrone. Früher galt der Rubin in der Esoterik als der Stein des Lebens und der Liebe. So sollte er seinem Besitzer mehr Macht, Würde und Tapferkeit verleihen und vor dem Teufel und der Pest schützen.

Pflege des Rubins
Der Rubin kann der normalen Reinigung sowie der Dampf- und Ultraschallreinigung unterzogen werden. Füllungen in Hohlräumen, Lücken, Rissen und/oder offenen Brüchen können leichter zerkratzen als der Mutterstein oder sind anfälliger für Beschädigungen durch Hitze oder Chemikalien. 

 

Saphir

Der Saphir, der Geburtsstein des Monats September, ist ein allseits beliebter Edelstein, der durch Schmuckstücke wie dem Verlobungsring von Lady Diana einen Status als Star in der Edelsteinwelt erhalten hat.
Der Name Saphir stammt vom lateinischen „sapphirus“ ab, was sich wiederum vom griechischen „sappheiros“ für „blau“ ableitet. Weiterhin besteht die Vermutung, dass dieses Wort seinen Ursprung entweder im hebräischen „sappir“ (edler Stein) oder dem sanskritischen „sanipriya“ hat. Das zur Beschreibung eines dunklen Edelsteins verwendete „sanipriya“ bedeutet „dem Saturn heilig“. Diese Herkunft der Bezeichnung erscheint plausibel, denn in der indischen Astrologie ist der Saphir in der Tat dem Saturn zugeordnet. Historisch gesehen bezeichnete der Begriff „sappheiros“ in der Regel eher den Lapislazuli als den Blauen Korund, und der heute als Saphir bekannte Edelstein wurde im alten Griechenland wahrscheinlich „hyakinthos“ genannt.

Entstehung des Namens Saphir 
Als Saphir bezeichnet man im weiteren Sinne jeder Edelstein aus Korund, mit Ausnahme der rubinroten Varietäten (Rubine). Die Herkunft des Namens Saphir ist bis heute nicht ganz entschlüsselt worden. Der Name kommt aus dem griechischen „sapheiros“ das als Fremdwort aus dem Osten angesehen wird. Bis ins Mittelalter bezeichnete er sich als Lapislazuli.

Chemische Zusammensetzung des Saphirs
Rubin und Saphir sind Farbvarietäten des Minerals Korund (kristallines Aluminiumoxid), dessen Name sich vom sanskritischen Wort für Rubine und Saphire, „kuruvinda“, ableitet. Korunde sind allochromatische („fremdgefärbte“) Edelsteine, für die vielen verschiedenen Farben sind Spuren von Elementen wie Chrom, Eisen und Titan verantwortlich.

Herkunft und Vorkommen des Saphir 
Aus Sri-Lanka sind die ältesten Saphir-Vorkommen bekannt, wovon schon im Altertum berichtet wird, dass sie dort gegraben wurden. 
Der Saphir ist ein typisches Seifenmineral. Die bedeutendsten Produzenten wurden in Indien gefunden und auch Australien zählt ebenso schon seit 25 Jahren dazu.
Der Saphir kommt auch in afrikanischen Ländern wie Tansania und Malawi, auch Kambodscha, Myanmar, Rhodesien, Oberbirma, Vietnam, Brasilien, USA und vor allem Thailand vor. In Rhodesien (Zimbabwe) wurde 1967 im Tal von Mogok ein grauer Sternsaphir-Kristall gefunden, der eine Höhe von 17cm und ein Gewicht von 63.000 ct (=12,6kg) hat. Die „klassische“ Quelle für Blaue Saphire ist Ceylon (1972 in Sri Lanka umbenannt) – das älteste jemals erwähnte Abbaugebiet. Zeitgenössischen Berichten zufolge wurden Saphire aus Sri Lanka bereits ab 480 v. Chr. von den Griechen und Römern verwendet. Und auch König Salomo soll schon mit Sri Lanka-Saphiren aus der Umgebung von Rathnapura (was auf Singhalesisch „Stadt der Edelsteine“ bedeutet) um die Königin von Saba geworben haben.
Blaue Saphire stammen außerdem aus Birma (Mogok), Australien, Kambodscha (Pailin), China, Kenia, Laos, Madagaskar, Nigeria, Tansania, Thailand, den Vereinigten Staaten (Montana) und Vietnam. Obwohl etwa siebzig Prozent der in den Achtzigerjahren weltweit abgebauten Saphire aus Australien stammen, steht der Australische Saphir in einem eher schlechten Ruf und wird ungerechterweise oft als zu tintenfarbig oder zu grün verurteilt. Ein neues Abbaugebiet seit den frühen Neunzigerjahren ist Madagaskar, aus dem gegenwärtig circa zwanzig Prozent der weltweit abgebauten Saphire stammen. Blaue Saphire aus Madagaskar haben diesem Land in der Welt der Edelsteine einen völlig neuen Stellenwert verliehen. Die wohl schönsten Blauen Saphire überhaupt wurden um 1881 in Kaschmir (Indien) entdeckt, doch schon um 1930 war die Lagerstätte anscheinend erschöpft. Kaschmir-Saphire, die zuweilen in antikem Schmuck oder als Sammlerstücke wieder auf den Markt gelangen, sind vor allem für ihre feine Seide bekannt, die ihnen einen seidig-sanften Blauton verleiht und bei Betrachtung von oben nur winzige dunkle Bereiche erkennen lässt (Extinktion).

Die Farben des Saphir 
Die bekannteste und Farbe des Saphir ist blau. Blau, die Farbe der Treue.
Jedoch nennen sich auch alle nicht rubinroten Korunde Saphire.
So gibt es auch gelbe, grüne, violette, rosa, braune, orange und weisse bzw. farblose Saphire.
Die blauen Saphire entstehen durch die farbgebende Substanz von Eisen und Titan, die violette Farbe bewirkt das Vanadium und dreiwertiges Eisen die gelben und grünen Farben. Chrom bewirkt rosa. Chrom, Eisen und Vanadium die orangen Töne. 
Die Kaschmir-Farbe gilt als schönste und wertvollste blaue Farbe. Diese Edelsteine wurden 1880 nach einem Bergsturz in 5000 Meter Höhe gefunden und über acht Jahre intensiv abgebaut. Die Kaschmir-Farbe ist ein typisches reines, intensives Blau mit ganz leichtem violetten Unterton. Dieser Farbton verändere sich nicht im künstlichen Licht, heisst es. 
Auch die Burma-Farbe gilt als besonders wertvoll. Sie reicht vom satten Königsblau bis zum tiefen Kornblumenblau. Der farblose Saphir nennt sich Leukosaphir (griechisch „weiss“) der rötlich-orangegelbene heisst Padparadscha (singhalesisch „Lotosblüte, Morgenblüte, Schutzstein der Könige“). Die Saphire aus Sri-Lanka sind meistens hellblau auch graublau, himmelblau oder blauviolett. Die aus Australien meistens dunkelblau mit einem Stich ins grünliche. Die meisten blauen Saphire kommen aus Australien oder Thailand.
Die beliebten , seltenen Sternkorunde stammen meistens aus Ceylon (Sri Lanka). Aus Thailand kommt ein sehr attraktiver schwarzer Sternsaphir. Er ist seit den 1950er Jahren bekannt und hat eine schwarze Körperfarbe.

Blauer-Saphir
Wie viele berühmte Edelsteine kommt auch der Blaue Saphir in mythologischen und religiösen Erzählungen vor. Die Perser glaubten, das Blau des Himmels entstünde durch die Reflexionen des Saphirs, und auch in der Bibel findet dieser Edelstein mehrmals Erwähnung: Im 2. Buch Mose (24, 10) ist der Thron Gottes mit einem Blauen Saphir von himmlischer Klarheit besetzt; er ist einer der zwölf „feurigen Steine“ (Hesekiel 28, 13-16), die in das Brustschild Aarons eingesetzt sind (2. Buch Mose 28, 15-30); und als einer der zwölf Steine in der Grundmauer des Himmlischen Jerusalem (Offenbarung 21, 19) wird er mit dem Apostel Paulus in Verbindung gebracht. Laut griechischer Mythologie wurde der Geburtsstein des Monats September erstmals von Prometheus getragen. Dieser habe, als er sich das verhängnisvolle Feuer „auslieh“, auch einen Blauen Saphir entwendet. Außerdem wurde angenommen, der Blaue Saphir schenke seinem Besitzer Frieden und Freude.

Gelber-Saphir
Saphire sind transparent und kommen unter anderem in den Farben Blau, Violettblau, Grünblau und in Kombinationen dieser Farben vor. Außerdem weisen sie teilweise einen Pleochroismus auf: Unter verschiedenen Betrachtungswinkeln zeigen sich unterschiedliche Farben. Saphire sehen für gewöhnlich bei natürlichem oder unter fluoreszierendem Licht am schönsten aus. Weiß glühendes Licht ist hingegen der Ruin jedes Blauen Saphirs.
Zwar sind sowohl Rubine als auch Saphire Edelsteine des Typs II (Edelsteine, die normalerweise einige kleinere natürliche Einschlüsse aufweisen, die mit bloßem Auge erkennbar sein können), doch sind Saphire in der Regel reiner (und größer) als Rubine. Der übliche Standard ist augenrein. Winzige mikroskopische Einschlüsse (als „Mehl“, „Milch“ oder „Seide“ bezeichnet) können manchen Blauen Saphiren ein „samtenes“ oder „schläfriges“ Aussehen verleihen, was die Schönheit und den Wert dieser Steine noch steigert.

Saphir-Varietäten
Ist vom „Saphir“ die Rede, wird meist nur der blaue angesprochen – um die Existenz weiterer Saphir-Varietäten zu verdeutlichen, setzte sich inzwischen häufig ein „Blauer“ davor. Saphire mit einer anderen Farbe werden als Fancy-Saphire oder mit ihrem jeweiligen Farbpräfix gehandelt. 

 
Mystic des Saphir 
Saphir, der Edelstein des Himmels.
Dieser himmelblaue Edelstein wird mit Eigenschaften wie Ruhe, Reinheit, Freundschaft, Treue und Frieden in Verbindung gebracht. Er bringt aber gleichzeitig die Liebe und die Sehnsucht der Menschen zum Ausdruck. Gefühle, bei denen Gelassenheit, gegenseitiges Verständnis und unzerstörbares Vertrauen im Vordergrund steht. Das Blau des Saphirs wird so zu einer Farbe, die zu allem gehört, was beständig und zuverlässig ist.
Mancher vertraute auf die Kraft des kalten und trockenen Steins, wenn mit ihm nur die kranke Haut berührt wurde, andere nahmen ihn zur Heilung innerer Gebrechen in den Mund. Der Saphir wird bereits in der Bibel reichlich erwähnt, und gilt nicht nur als Stein der Treue, sondern auch der hingebungsvollen Liebe und Keuschheit. Er soll Friede geben und vor Untreue, Hass und Erschrecken bewahren. Im Mittelalter war es der Leitstein der Kaiser- und Königskronen. Ein blauer Saphir strahlte auf der Stirn des Gesalbten. Seit Mitte des 11. Jahrhunderts verlieh auch der Papst jährlich eine oft saphirgeschmückte goldene Rose als Auszeichnung. Zuerst waren die Fürsten die Empfänger, später nur noch deren Frauen, was dem Kleinod alsbald den Namen "Tugendrose" gab. Der Doge von Venedig trug stets einen Saphir als Zeichen der Treue und seiner Vermählung mit dem Meer. Karl dem Grossen gehörte einer der berühmtesten Talismanne, der in kapselartiger Goldfassung aus zwei grossen ovalen gegeneinandergesetzten Saphiren bestand, von denen einer später durch blaues Glas ersetzt wurde. Der Anhänger wird in der Kathedrale zu Reims bewahrt.
 
Heilwirkung / Wirkung des Saphir
Heilwirkung auf den Körper

 
Der Saphir helfe gegen Augenprobleme (Augenentzündung, Katarakt), Entzündungen allg., Kopfleiden, Stress, Nerven-, Schlaf- und Schilddrüsenprobleme, auch gegen Zorn und negative Energien. Er soll auch Schmerzen von Leber, Galle, Niere, Magen und Darm lindern, gut bei Bluterkrankungen, Arthritis und Rheuma helfen und die Milz kräftigen. 
Man sagt der Saphir wirke fiebersenkend und helfe bei Gehirn- und Nervenkrankheiten.
Auch unterstütze der Saphir die schnellere Heilwirkung bei Nierenerkrankungen, Stoffwechsel- und Hormonstörungen. Anwendung findet er auch bei frühzeitigem Altern. 

Heilwirkung auf die Psyche 
Der Saphir bringe Konzentration und Geradlinigkeit, richte die Gedanken auf gesetzte Ziele aus und mobilisiert unsere Geisteskraft, sie auch zu erreichen. Er mache selbstkritisch und fördere den Wunsch nach Wissen und Weisheit, helfe bei Wahnvorstellungen und mache nüchtern und klar. Zudem helfe er Stresssymptome abzubauen.

Pflege des Saphirs
Saphire können einer normale Pflege unterzogen sowie mit Ultraschall und Dampf gereinigt werden. 

  

Smaragd

Der Geburtsstein des Monats Mai – der Smaragd – blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Edelstein, der wie der Aquamarin zur Mineralfamilie Beryll gehört, war schon zur Zeit der ägyptischen Pharaonen ein beliebtes Statussymbol.
Der Name „Smaragd“ geht auf das griechische Wort „smaragdos“ zurück, welches „grüner Edelstein“ bedeutet. Ähnlich wie beim Rubin oder Saphir wurde dieser Name vor den wissenschaftlichen Fortschritten des 18. Jahrhunderts für alle grünen Edelsteine verwendet. Der Name Smaragd kommt vom griechischen Wort "smaragdos" und bedeutet eigentlich nichts anderes als 

"grüner Edelstein". 

Smaragde sind faszinierende Edelsteine. Sie haben das schönste, intensivste und leuchtendste Grün, das man sich nur denken kann: Smaragdgrün.. In Spitzenqualitäten sind feine Smaragde sogar wertvoller als Diamanten.  Es gibt keine "lupenreine" Smaragde! Dieser Begriff stammt vom Diamanten. Einschlüsse bei Smaragden sind die Regel, je weniger diese sichtbar sind, um so höher liegt der Wert des Steines. Je dunkler das Grün, je brillierender das Feuer, desto wertvoller der Smaragd. Nach wie vor ist Kolumbien Fundland Nummer Eins für feine Smaragde. Dort sind etwa 150 Fundstellen bekannt, aber nicht alle werden zurzeit auch ausgebeutet. Die bekanntesten Namen sind Muzo und Chivor. Das herrliche Smaragdgrün ist eine Farbe, die Harmonie, Liebe zur Natur und elementare Lebensfreude vermittelt. Schon vor vielen Jahrhunderten hieß es in den Veden, den alten heiligen Schriften der Inder, über die kostbaren grünen Edelsteine und ihre heilsamen Kräfte: ""Smaragde verheißen Glück..." oder "Der Smaragd steigert das 
Wohlbefinden..". Kein Wunder, dass die Schatztruhen indischer Maharadschas und Maharanis wundervolle Smaragde enthielten. Einer der größten Smaragde der Welt ist der "Mogul-Smaragd". Er stammt aus dem Jahr 1695, wiegt 217,80 Karat und ist rund 10 cm hoch. Der legendäre Smaragd wurde am 28. September 2001 durch Christie´s of London für 2,2 Millionen US $ an einen unbekannten Käufer versteigert.

Entstehung der Smaragde
· vor ca. 35 bis 50 Millionen Jahren
· Metamorphose
· bei ca. 500 bis 550 Grad Celsius
· bei einem Druck von ca. 5000 bis 7000 bar

Chemische Zusammensetzung des Smaragds
Der Smaragd gehört zur Mineralfamilie der Berylle (abgeleitet vom altgriechischen Wort „beryllos“, ein blau-grüner Stein), die wegen ihrer hoch geschätzten Edelsteinvarietäten gemeinhin als „Mutter der Edelsteine“ bekannt ist. Außer den smaragdgrünen gehören auch aquamarinblaue, bixbitrote, goshenitweiße (farblose), heliodorgelbe und morganitrosafarbene Edelsteine zu den Beryllen. Der Smaragd erhält seine Farbe durch Spuren von Chrom, Vanadium und Eisen, die durch ihre jeweilige Konzentration eine außergewöhnlich schöne Farbpalette von Pastell- bis Tiefgrün mit unterschiedlichen Schattierungen von Blau, Braun, Grau und Gelb hervorrufen.

Herkunft der Smaragde
Da die Smaragdvorkommen in Ägypten seit langer Zeit erschöpft sind, ist der Kolumbianische Smaragd – die Beute der berüchtigten Eroberer Hernán Cortés (der 1519 gegen die Azteken ins Feld zog) und Francisco Pizarro (der 1526 gegen die Inkas kämpfte) – seit dem 16. Jahrhundert eine begehrte Varietät. 1931 wurde das weltweit zweitgrößte Smaragdvorkommen in Sambia entdeckt, Edelsteine aus dieser Quelle sind für ihre Qualität berühmt. Andere Smaragdvorkommen befinden sich in Afghanistan, Brasilien, Pakistan, Russland (Ural) und Simbabwe.

Geschichte des Smaragds
Die Geschichte dieses Edelsteins beginnt in Ägypten: Die Smaragdminen in der östlichen Wüstenregion, die möglicherweise bereits 3.500 Jahre v. Chr. existierten, wurden erst im Jahre 1816 von Frédéric Cailliaud, einem französischen Mineralogen und Forschungsreisenden, wiederentdeckt. Schon zur Zeit Alexanders des Großen hatten griechische Minenarbeiter dort Smaragde abgebaut. Zwar hatte Ägypten beinahe ein Smaragd-Monopol inne, jedoch gab es auch andere Quellen. Die Habachtal-Region im österreichischen Bundesland Salzburg brachte das eine oder andere Smaragd-Juwel hervor, zudem fand man römischen Ohrschmuck, der mit Smaragden aus der Mingora-Mine in Pakistans Swat-Tal besetzt war. Der Legende nach stammen die skythischen Smaragde, die Plinius in seiner „Historia Naturalis“ erwähnt, aus Russlands Uralgebirge.
Die letzte Pharaonin Ägyptens, Kleopatra, hatte eine Vorliebe für Smaragde. Sie trug üppigen Smaragdschmuck, dekorierte Zierelemente mit ihnen und verschenkte Smaragde, in die ihr Bildnis eingeschliffen war, an Würdenträger ihres Reiches. Smaragde waren für die Ägypter mehr als nur hübsche Edelsteine – sie waren patriotische Symbole für nationalen Stolz. Kleopatra war sich dessen bewusst, daher erklärte sie die mineralogischen Schätze des Landes um 47 v. Chr. kurzerhand zu ihrem Eigentum. Seit der Ägyptischen Ära werden Smaragde immer wieder mit Fruchtbarkeit, Unsterblichkeit, Verjüngung und ewigem Frühling in Verbindung gebracht. Plinius sah den Nutzen des Smaragds außerdem darin, dass er überanstrengten Augen Linderung verschafft.

Charakteristika des Smaragds
Sichtbare Einschlüsse gelten üblicherweise als typischer Fingerabdruck des Smaragds. Die charakteristischen „Schönheitsflecken“ entstehen, da Smaragde langsam in metamorphem Gestein heranwachsen, wodurch sich oftmals Beifügungen wie kleine Blasen oder Kristalle bilden. In Edelstein-Fachkreisen wird ein solcher Einschluss als zierliches Gewächs in einem grünen Garten angesehen und daher als „Jardin“ (französisch für „Garten“) bezeichnet. Die raue Umgebung in Kombination mit Spuren von Chrom und Vanadium bietet die „besten“ Voraussetzungen für Einschlüsse. Ein weiteres Charakteristikum des Edelsteins ist seine einzigartige Brillanz. Das „Leuchten“ eines Smaragds wird oft als „seidig“, „warm“, „weich“, „glühend“ oder als „grünes Feuer“ beschrieben und maßgeblich durch die Farbe, die Reinheit und den Schliff beeinflusst. Die Qualität des Schliffs ist besonders wichtig: Ein guter Edelsteinschleifer kann die mit bloßem Auge sichtbaren Einschlüsse des Smaragds so platzieren, dass sie die Schönheit des Edelsteins 
nicht beeinträchtigen. Durch den typischen „Smaragdschliff“ (gleichmäßige Abstände der zueinander stehenden Stufen) kann zudem der Schleifdruck reduziert und die seidige Brillanz des Smaragds betont werden.

Smaragd-Varietäten
Ein Synonym für herausragende Qualität ist der Kolumbianische Smaragd, der auf dem Markt sehr gefragt, jedoch kaum erhältlich ist. Er besticht mit einem lebendigen waldgrünen Feuer und einer außergewöhnlichen Reinheit des Kristalls. Der Nova Era-Smaragd stammt aus Nova Evra im brasilianischen Minas Gerais. Als klassische Schönheit in Mittel- bis Tiefgrün ähnelt er dem Kolumbianischen Smaragd. Trapiche-Smaragde sind Kristalle mit feinfaserigen Einschlüssen aus Kohlenstoff, die sich von einem hexagonalen Kern radial ausbreiten, um dann ein sechs-speichiges Muster zu bilden. Das Verblüffende an dem Trapiche-Smaragd ist, dass er von Beginn an in einer hexagonalen Form wächst und nicht erst durch einen Edelsteinschleifer in diese Gestalt gebracht wird. Aus Russland stammt eine weitere wunderschöne Varietät - der Russische Smaragd ist im Vergleich zu anderen Smaragden sehr rein und zeigt einen bläulich-grünlichen Farbton.

Pflege des Smaragds
Der Smaragd kann normal gepflegt werden, Ultraschall- und Dampfreinigung sollte dagegen vermieden werden. Zudem ist es notwendig, regelmäßig zu überprüfen, ob der Edelstein mit Ölen nachbehandelt werden muss. 

 

Tansanit

Der Tansanit ist ein Geburtsstein des Dezembers und einer der bestverkauften Farbedelsteine aller Zeiten, was wohl auf seine einzigartigen blauen Farbtöne zurückzuführen ist. Leider ist der beliebte Edelstein eintausend Mal seltener als ein Diamant.
Der Name „Tansanit“ wurde von der Juwelierfirma Tiffany/New York eingeführt und verweist auf die Herkunft des Edelsteins: Tansania.

Chemische Zusammensetzung des Tansanits
Mineralogisch gesehen ist der Tansanit ein transparenter Zoisit. Die Farben des Tansanits lassen sich auf den Anteil und das Verhältnis von Chrom und Vanadium zurückführen.

Herkunft
Vereinzelt wurden auch in Pakistan Kristalle des Blauen Zoisits gefunden, doch die einzige kommerziell genutzte Lagerstätte befindet sich in Tansania und hat eine Fläche von nicht mehr als zwanzig Quadratkilometern.

Geschichte des Tansanits
Der Tansanit ist mit der Kultur der Massai verbunden: Blau ist für sie eine heilige Farbe. Einst bekamen Massai-Frauen, nachdem sie ein Kind zur Welt gebracht hatten, blaue Perlen und Kleidungsstücke überreicht. Noch heute beschenken Massai-Häuptlinge Mütter zur Geburt eines Kindes mit Tansaniten – ein Segenswunsch für ein gesundes, erfülltes und erfolgreiches Leben. Einer Legende nach entdeckten außerdem zuerst nomadische Massai-Hirten wunderschöne blaue Tansanit-Kristalle, die durch einen Steppenbrand ihr typisches bronzefarbenes Graubraun verloren hatten. Diese Erzählung spielt darauf an, dass die Farben des Tansanits fast immer durch Erhitzen zum Vorschein gebracht werden.
Historisch belegt ist, dass Manuel D’Souza sich den ersten Claim sicherte; der legendäre schottische Geologe Campbell R. Bridges den Tansanit als Erster dem GIA (Gemmologisches Institut von Amerika) zur Bestimmung vorlegte; und Tiffany& Co. den Begriff „Tansanit“ prägte und den Edelstein der Welt vorstellte. Der Tansanit ist pleochroitisch bzw. trichroitisch, was bedeutet, dass jeder Tansanit-Kristall drei Farben aufweist: Blau, ein purpurnes Rot und ein grünlich-gelbes Braun (Bronze), wobei die Intensität der einzelnen Farben vom jeweiligen Betrachtungswinkel abhängt. Die Bronzetöne werden durch Erhitzen minimiert, die Blau-, Violett- und Purpurtöne verstärkt. Das Ergebnis ist jedoch von den natürlichen Eigenschaften der einzelnen Kristalle abhängig und fällt somit immer unterschiedlich aus. Die seltenste und wertvollste Farbe ist normalerweise ein kräftiges, „saphirartiges“ Blau bei Tageslicht, aber meistens ist die endgültige Farbe eine Kombination der drei trichroitischen Farbtöne, je nachdem, wie stark der Pleochroismus im fertigen Edelstein ausgeprägt ist. Das hängt damit zusammen, dass Tansanite, bei denen der Blauanteil gegenüber Purpur oder Violett dominiert, nicht entlang der Länge, sondern der Breite des Kristalls facettiert werden, um so die Reinheit des blauen Farbtons zu akzentuieren.
Tansanite sind in der Regel augenrein (keine sichtbaren Einschlüsse bei Betrachtung mit bloßem Auge in einem Abstand von etwa 15 cm) und können selbst bei Vergrößerung eine gute Reinheit aufweisen. Das ist wichtig, denn ein hoher Grad an Transparenz und das Fehlen von Einschlüssen betonen die prächtigen Farben des Tansanits und sind somit Markenzeichen dieses Edelsteins.

 

Tansanit-Varietäten
Der Tansanit ist vor allem als blauer Edelstein bekannt, tatsächlich gibt es ihn auch in Gelb, Grün, Orange, Pink und als Mehrfarbigen Edelstein, in welchem sich Blau und Grün vermischen.

Pflege des Tansanits
Ein Temperaturschock kann zu Beschädigungen führen, daher sollten Sie den Tansanit keinen extremen Temperaturschwankungen aussetzen!  
Die seltenen Tansanite kommen nur an einer einzigen Stelle der Erde vor, was schon die besondere Exklusivität zeigt. Im Staat Tansania in Ostafrika werden diese außergewöhnlichen Steine mit besonderer Vorsicht, ohne schweres Gerät aus 600 Metern Tiefe gewonnen. 
Einzige Mine der Erde wo Tansanite abgebaut werden: 

HH Merelani Mine / Umba Tal / Arusha / Simanjiro Distr. / Tansania 

"Tansanite" hat sich als Name für den erst seit 1967 bekannten Edelstein durchgesetzt. Der berühmte New Yorker Juwelier Henry B Platt, Großenkel von Louis Comfort Tiffany, hat den Stein umbenannt, da ihm die mineralogische Bezeichnung "Zoisite" klanglich zu nah an der Ausprache des Wortes "Suicide" (engl. für Selbstmord) lag. Tansanite zeichnen sich durch Ihre einzigartige violett – blaue Farbe aus !
 
Tansanite als Kapitalanlage: 
Tansanite sind seltener als Diamanten.
Nur noch eine Mine ist in Betrieb, voraussichtlich in 7 - 10 Jahren wird auch diese erschöpft sein.
Neue Steine gibt es dann nicht mehr, sondern nur noch die, die bereits im Markt gibt. 

Die steigende Nachfrage wird nicht mehr oder kaum noch bedient werden können. 
Daher ist mit einer sehr dynamischen Preisentwicklung zu rechnen !!! 

 

Topas

Der Topas zählt zu den begehrtesten und bekanntesten Schmucksteinen. Der blaue Edelstein bietet eine ansprechende Farbe und eine zuverlässige Härte, die ihn besonders geeignet für die Fertigung ansprechender Schmuckstücke macht.
Der Topas – ein Geburtsstein des Monats November – ist ein abwechslungsreicher Edelstein, der mit seinen zahlreichen Farben den tristen November zum Aufblühen bringt.

Die Farbe von Topas
Der transparente, durchsichtige Topas findet in der Schmuckherstellung vor allem in seiner blauen Variante Verwendung. In der Natur kommt diese Farbe äußerst selten vor, was dem blauen Stein zu seinem Beinamen „Edel-Topas“ verhalf. Doch der Topas kann auch andere Farben aufweisen, zum Beispiel orangerote Nuancen oder rosarote Töne. Edelsteine mit einem gelblichen Orange werden als Topas Imperial, Königstopas oder 
Goldtopas bezeichnet.

Die Herkunft von Topas
Brasilien ist heute eines der Hauptabbaugebiete von Topas. Weitere Vorkommen gibt es zudem in Pakistan, Sri Lanka, Indien, Russland, verschiedenen afrikanischen Staaten und einigen Bundesstaaten der USA. Unklar ist, ob eine der frühen Fundstellen auch namensgebend für den Topas ist, denn ein römischer Wissenschaftler gab an, dass der Name des Steins von einem seiner Fundorte, der im Roten Meer gelegenen Insel Topasoz, abgeleitet sei. Doch es gibt auch eine Theorie, die besagt, dass die Wortherkunft im alt-indischen Sanskritwort „Tapas“ für „Licht“ zu finden ist.


Der Topas und seine Bedeutung
Bei den Ägyptern des Altertums nahm der Topas eine besondere Position ein und symbolisierte den Sonnengott Ra. In der Mythologie der Hindus wurde der Topas ebenfalls als besonders kostbar geschätzt. Als heiliger Stein des Kalpa Baumes und einer der neun heiligen Steine eines Talismans kam er zur Verwendung. Mit seiner Hilfe sollte das Leben verlängert und der Verstand geschärft werden. Auf dem afrikanischen Kontinent wurde der Topas vielfach bei Heilungsritualen und der Kontaktaufnahme mit den Vorfahren genutzt. In der römischen und griechischen Mythologie wurde der Edelstein mit Apollon verbunden, dem Gott des Lichts. Während des Mittelalters war der Topas auch in Deutschland beliebt und wurde unter anderem im Erzgebirge gefunden. Der Edelstein fand in verschiedene herrschaftliche Schmuckstücke einen Platz. Zu dieser Zeit schrieb auch die Gelehrte Hildegard von Bingen über die Heilwirkung von Topas, von dem sie glaubte, dass er die Sehkraft verbessern könne.

Der Topas und seine Wirkung
Im Volksglauben wird angenommen, dass der Topas die Konzentration fördern und kreative Energien freisetzen kann. Er soll dabei helfen, das große Ganze und dennoch jedes Detail zu erkennen und die Schönheit in ihnen zu sehen. Aus diesem Grund wird der Edelstein bevorzugt von Künstlern und Personen aus kreativen Branchen genutzt. Zudem soll das Tragen eines Topas-Ringes vor Schlaflosigkeit und Geldgier schützen können, Schwermut lindern und Balance in die Emotionen bringen. Traditionell gilt der Edelstein als Glücksbringer, der, wenn er regelmäßig getragen wird, Freundschaften anziehen kann. Des Weiteren wird der Topas auf Reisen als Schutz gegen unbekannte Gefahren und Heimweh eingesetzt.

Die Besonderheiten von Topas
Um besonders interessante und intensive Farbtöne zu erhalten, werden die meisten Topas-Steine behandelt – entweder durch Hitze oder durch Bestrahlung.

Topas Reinigung, Entladung und Aufladung
Alle vierzehn Tage sollte der Topas unter fließendem, lauwarmem Wasser gereinigt und entladen werden. Die Aufladung erfolgt über Bergkristall oder die Sonnenkraft.

Chemische Zusammensetzung des Topas
Der Topas ist ein fluorhaltiges Aluminium-Silicat, das von den Elementen Eisen und Chrom gefärbt oder teilweise auch behandelt wird, um verschiedenste Farbtöne hervorzurufen.

Geschichte des Topas
Der abwechslungsreiche Topas blickt auf eine lange Geschichte zurück: So wird er schon in der Bibel erwähnt, der Topas soll im Brustschild Aarons eingesetzt worden sein (Hesekiel 28, 13-16), da man glaubte, in Gefahrensituationen mache er unbesiegbar. Außerdem sei er einer der zwölf Edelsteine, die in der Stadtmauer des Himmlischen Jerusalems eingebaut wurden (Offenbarung 21, 19).

Charakteristika des Topas
Beliebt ist der Topas vor allem aufgrund seiner Farbenvielfalt: Er zeigt die Farbtöne Weiß, Gelb, Orange, Rot, Pink, Blau, Grün, Violett und ist zuweilen auch mehrfarbig. Dabei ist er umwerfend rein und hat einen strahlenden Lüster. Einige Exemplare sind außerdem pleochroitisch, d.h. sie können aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln zwei Farben zeigen.

Mystik-Topas
Die verschiedenen Farben des Topas´ werden meist sehr bildhaft dargestellt. Die blauen Varietäten werden beispielsweise mit Londonblau, Schweizblau, Himmelblau beschrieben sowie als Neptun- oder Meeres-Topas bezeichnet.
In verschiedenen Rot- bzw. Pinktönen erstrahlen der Kirsch- und der Flamingo-Topas. Grün ist auch der Kiwi-Topas, gelbe bis orangene Töne zeigen der Kanariengelbe und der Kaiserliche Topas. Eine schlichte Varietät ist der Weiße Topas. Der Mystik-, der Abendrote und der Mondlicht-Topas zeigen eine Vielzahl an bunten Farben, mehrfarbig ist der Wassermelonen-Topas – er zeigt ein kräftiges Pink und ein intensives Grün.

Pflege des Topas
Einige Steine verblassen oder kehren zu ihrer Ursprungsfarbe zurück, wenn sie starkem Licht ausgesetzt sind. Sie sollten die Edelsteine daher nicht unnötig lange diesen Bedingungen aussetzen! Ummantelte oder oberflächenbehandelte Edelsteine können außerdem nicht neu geschliffen und poliert werden. 

 

  

 

Turmalin

Der Turmalin ist zusammen mit dem Opal einer der Geburtssteine des Monats Oktober und genauso farbenfroh wie der Herbst. Der beliebte Edelstein kommt in mehr als 100 unterschiedlichen Farben vor, mehr Vielfalt ist kaum möglich!
Bereits sein Name verweist auf die Farbenvielfalt: „Turmalin“ leitet sich vom singhalesischen Begriff „turmali“ für „Stein mit gemischten Farben“ ab. Er wird auch als „Chamäleon-Edelstein“ bezeichnet, was sich allerdings nicht nur auf die Vielfalt seiner Farben bezieht, sondern auch auf die historische Verwechslung mit anderen Edelsteinen.
 

Chemische Zusammensetzung des Turmalins
Turmaline bilden eine Gruppe von verwandten Mineralien, deren unterschiedliche Zusammensetzungen die große Fülle von Farben erzeugen. Das Mineral Elbait bildet dabei das Rückgrat der Turmalin-Edelsteine, die in über 100 verschiedenen Farbtönen vorkommen. Leider sind die farbenfrohen Turmalin-Varietäten nicht im Überfluss erhältlich, so sind nur selten Kristalle zu finden, die sich für die Verarbeitung zu einem Schmuckstück eignen. 
 

Herkunft der Turmaline
Turmaline werden in Brasilien, Afghanistan, Nigeria, Kenia, Tansania, Madagaskar, Malawi und Mosambik abgebaut.
Geschichte des Turmalins
Der beliebte Edelstein ist in Europa seit dem 3. Jahrhundert v. Chr. bekannt und wurde aufgrund seiner Farbvielfalt häufig mit anderen Edelsteinen verwechselt.

Charakteristika des Turmalins
Durch sein doppeltes Brechungsvermögen ist der Turmalin stark pleochroitisch: Das bedeutet, dass jedes Turmalinkristall zwei Farben (dunkel und hell) hat, deren Intensität sich in Abhängigkeit vom Betrachtungswinkel ändert.

Pflege des Turmalins
Turmaline dürfen mit Dampf, jedoch nicht mit Ultraschall gereinigt werden.

 

 

 

 

 

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